: Gäule stolz und stürzend
■ “Roß und Reiter“ im Gerhard Marcks-Haus / Eröffnung am Sonntag
Daß da noch keiner drauf gekommen ist! Wunderte sich Martina Rudloff, Kustodin des Gerhard Marcks-Hauses, als sie eine Auststellung zu dem klassischen Bildhauerthema vorbereitete: „Roß und Reiter“. Sie konnte hemmungslos im Neuland grasen und sich gar üppig bedienen; denn auch heute noch hat die Pferd- Mann-Dyade augenscheinlich viel Reiz. So viel, daß etliche Bildhauer selbst reiten, gar ein Pferd besitzen oder, wie Fritz Koenig, ein Gestüt ihr eigen nennen.
Die Ausstellung zeigt Rösser und Reiter dieses Jahrhunderts, Neoklassizistisches von Louis Tuaillion, Expressionistisches von Kandinsky und Marc (“Blauer Reiter“), Modernes von Hans Wimmer und Marino Marini (den wunderbaren riesigen Gaulsturz „Miracolo“ aus Mannheim z.B.) und Avantgarde von Beuys (ein kleiner „Verschneiter Reiter“), Hans Scheib und Johannes Brus.
Zur Eröffnung am Sonntag, 11.30 Uhr, kommen die Pferde von St.Georg, die schon die Presse lockten (s.Foto), nochmal „zur Parade“, diesmal mit Bürgermeister. Zur Ausstellung gibt es einen lehrreichen Katalog. bus
(Sponsoren: Sparkasse, Waldemar Koch-Stiftung, Nikolaus Schilling- Stiftung, VGH)
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