: Grober Unfug-betr.: "Unsere Blutfrömmigkeit auf den Straßen", Interview mit Klaus-Peter Jörns, taz vom 21.5.91
betr.: „Unsere Blutfrömmigkeit auf den Straßen“, Interview mit Klaus-Peter Jörns,
taz vom 21.5.91
Die irrationalen Motive des Autofahrens — in der Tat ein spannendes Thema! Und dann so ein Stammtischgewäsch, das den „Kommentaren“ der 'Bild‘-Zeitung alle Ehre machen würde!
Euer Gesprächspartner greift Themen aus der menschenlichen Frühgeschichte („Blutopfer“, „Jagdverhalten“) und aus der Tiefenpsychologie an („Geborgenheitssehnsüchte“), offenbart jeweils sofort danach sein Desinteresse und seine Inkompetenz zu eben jenen Themen, und rückt dann mit seiner Botschaft heraus: die menschliche Vernunft ist begrenzt, der Staat muß steuern! Erklärbar ist's allemal: Als Theologieprofessor ist dieser Mann von Amts wegen ein als Wissenschaftler getarnter Funktionär einer zentralen Institution patriarchaler Herrschaft (es soll deren ja auch noch welche geben, die gelegentlich über ihren Schatten springen — dieser hier tut es nicht die Bohne, und Bascha Mika, die Interviewerin, hat es darauf anscheinend auch gar nicht abgesehen). [...] Peter Berner,
Diplom-Psychologe, Hamburg
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen