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UFV wählt Verein als „kleineres Übel“

Weimar (taz) — Der Unabhängige Frauenverband (UFV) wird eingetragener Verein. Für dieses „kleinere der beiden aufgezwungenen Übel“, so die Bundestagsabgeordnete Christina Schenk, entschied sich am Wochenende in Weimar die einfache Mehrheit einer außerordentlichen UFV-Vollversammlung. In einer intensiven Debatte hatten rund 100 Mitfrauen zuvor die Vor- und Nachteile der beiden Organisationsmöglichkeiten, Verein oder politische Vereinigung, erwogen. Ausschlag für die Entscheidung zugunsten eines gemeinnützigen Vereins gaben nicht zuletzt Bedenken, daß eine Partei wirklicher Basisdemokratie entgegenstünde und Frauen eher von einer Mitarbeit abschrecke. Außerdem verfüge der UFV im Augenblick nicht über genügend Kräfte, um eine Parteistruktur auszufüllen. Abgrenzen wollte sich der UFV mit seiner Entscheidung auch von den anderen Bürgerbewegungen, die sich vergangenes Wochenende zur politischen Vereinigung Bündnis 90 zusammengeschlossen haben.

Einig waren sich alle Teilnehmerinnen, daß die zukünftige Politik und Wirksamkeit des UFV nicht von seinem politischen Status abhänge. Der Verband zählt derzeit schätzungsweise 1.000 Mitfrauen in den neuen Bundesländern. Mit der neuen Vereinssatzung öffnet er sich zum ersten Mal auch für Frauen aus den Altländern. uhe

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