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Irak arbeitete an der Entwicklung einer Wasserstoffbombe

New York (ap) — Die Entwicklung von ABC-Waffen war Saddam Hussein offenbar noch nicht genug. Irakische Wissenschaftler haben an einer Wasserstoffbombe gearbeitet. IAEA-Chef Hans Blix sagte gestern in New York, die Iraker hätten ein Programm zur Herstellung von Lithium-6 gehabt. Lithium dient zur Produktion von Tritium, das zum Bau von Wasserstoffbomben gebraucht wird. Ein Mitarbeiter von Blix, David Kay, teilte mit, die Iraker hätten eine kleine Menge Lithium-6 produziert. Bagdad hatte laut Kay zuvor angegeben, die Iraker forschten nicht auf dem Lithium-Gebiet. Kay sagte, aus den kürzlich von UNO-Inspektoren beschlagnahmten Dokumenten gehe hervor, daß die Iraker pro Jahr etwa 100 Kilogramm Lithium-6 hätten herstellen wollen. Laut Blix und Kay sind Übersetzer und Experten der IAEA derzeit dabei, die Dokumente zu sichten. Erste Untersuchungen haben ergeben, daß der Irak auch an einer Atombombe arbeitete. Der Sicherheitsrat der UNO will jetzt auf Dauer mit einem engen Netz industrieller und wissenschaftlicher Beschränkungen sicherstellen, daß der Irak nie wieder Massenvernichtungswaffen herstellen kann.

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