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Staffellauf der Olympianer vor Frankfurt

■ Heute tagt der AEG-Aufsichtsrat über die Zukunft

Mit spektakulären Aktionen stemmen sich die Beschäftigten der AEG-Büromaschinentochter Olympia auch einen Tag vor der entscheidenden Aufsichtsratssitzung gegen den Verlust ihrer Arbeitsplätze in Wilhelmshaven. Bereits im Dezember hatte der Vorstand der AEG AG (Frankfurt) entschieden, bis Ende 1992 vollständig aus der Bürotechnik auszusteigen. Die Beschäftigten und die IG Metall fordern von der Konzernmutter Daimler Benz, daß zumindest für einen Teil der 2.600 Mitarbeiter in Wilhelmshaven Ersatzarbeitsplätze geschaffen werden. Daß 400 Arbeitsplätze erhalten werden sollen, wurde den MitarbeiterInnen schon angekündigt.

Gestern nacht wollten die 21 Läufer die Mainmetropole erreichen. Sie waren am Montag vergangener Woche von Wilhelmshaven aus zu einem Staffellauf nach Frankfurt gestartet. In Frankfurt werden sie von etwa 500 Kollegen begrüßt, die mit Bussen angereist sind.

Bereits am Freitag hatten Olympianer aus Norddeutschland für Aufsehen gesorgt, als sie den Kaisersaal im Frankfurter Rathaus Römer für mehrere Stunden besetzt hielten.

Mit ihren Aktionen wollen sie Druck auf die für heute angesetzte AEG-Aufsichtsratssitzung in Frankfurt ausüben. Der Vorstand soll dort seine Pläne vorlegen, in welchem Umfang am Standort Wilhelmshaven andere Fertigungsaufgaben im Rahmen des Daimler-Benz-Konzerns geschaffen werden. dpa

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