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Da waren's nur noch zwei

■ Paul Tsongas will nicht mehr US-Präsident werden

Washington (taz) — Nach enttäuschenden Niederlagen gegen den Spitzenreiter im Rennen um die Nominierung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten hat Paul Tsongas überraschend das Handtuch geworfen. Eine Sprecherin der Tsongas-Kampagne kündigte am Donnerstag morgen an, der 51jährige ehemalige Senator aus Massachusetts werde seine Bewerbung zurückziehen. Ihm fehle das nötige Geld, um effektiv weiterzumachen.

Tsongas hatte im letzten Jahr als erster der Demokraten die Bewerbung um die Nominierung seiner Partei angemeldet. Mit einem Programm, das die Förderung der maroden US-Wirtschaft vor soziale Gerechtigkeit stellte, verdiente sich der „Grieche aus Massachusetts“ den Ruf eines „in der Wolle gefärbten Republikaners“. Bei der Vorwahl in New Hampshire, die als wichtiger Indikator für die Stärke der Kandidaten gilt, setzte er sich vor einem Monat deutlich gegen Bill Clinton durch, der damals durch Gerüchte über Liebesaffären angeschlagen war, in der Folgezeit aber siegreich an ihm vorbeizog. Am Super Tuesday vor einer Woche konnte Tsongas keinen einzigen der wichtigen Südstaaten gewinnen und mußte sich am vergangenen Dienstag bei der Vorwahl in Michigan sogar mit einem enttäuschenden dritten Platz hinter dem Protestkandidaten Jerry Brown begnügen.

Während sich zu Beginn der Primaries bei den Demokraten fünf Kandidaten um die Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli bemühten, stehen jetzt nur noch zwei im Rennen: Bill Clinton und Jerry Brown, wobei Clinton mit 747 Delegierten gegenüber 129 für Brown die Nominierung so gut wie in der Tasche hat. Martina Sprengel

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