: Bush kündigt weitere GUS-Hilfen an
■ Kreditgarantien für Agrarprodukte bewilligt/ Japan dementiert erneut G-7-Beschlüsse
Washington/Tokio (ap/afp/taz) — US-Präsident George Bush hat am Mittwoch eine Aufstockung der Milliardenhilfe für den Reformprozeß in der ehemaligen UdSSR bekanntgegeben. Die US-Regierung will den ehemaligen Sowjetrepubliken Kreditgarantien für den Kauf von Agrarprodukten in Höhe von insgesamt 1,1 Milliarden Dollar einräumen; ein Anteil von 600 Millionen Dollar ist für Rußland bestimmt. Die USA hatten den ehemaligen Sowjetrepubliken bereits Kreditgarantien in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar bewilligt. Bush kündigte an, die USA werde sich auch an einem Sechs-Milliarden-Dollar-Stabilisierungsfonds für den Rubel beteiligen. Zudem soll der Kongreß zwölf Milliarden Dollar für eine Erhöhung des US-Anteils am Internationalen Währungsfonds (IWF) beschließen.
Nach Angaben der Bundesregierung haben die sieben führenden westlichen Industrienationen (G-7) ein Hilfsprogramm für Rußland vereinbart, das noch für dieses Jahr Hilfen in Höhe von 24 Milliarden Dollar vorsieht. Darunter seien Export- und Nahrungsmittelkredithilfen in Höhe von 18 Milliarden Dollar und ein Rubel-Stabilisierungsfonds von sechs Milliarden Dollar. Die japanische Regierung bestreitet dagegen erneut eine G-7-Einigung. Man sei sich lediglich über einen Stabilisierungsfonds einig; die Ankündigungen aus der Bundesrepublik seien „völlig verfrüht“. Japan hatte sich bereits gestern irritiert über das Vorpreschen Kohls gezeigt.
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