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Laurie Anderson

■ betr.: "Testosteron-Fiesta", taz vom 23.5.92

betr.: „Testosteron-Fiesta“ (Interview mit Laurie Anderson),

taz vom 23.5.92

Seit wann wird einem gesagt, wie man ein Interview zu lesen hat, bevor man es zu lesen bekommt? Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß die Autorinnen des Laurie-Anderson-Interviews den einleitenden Text selbst verfaßt haben, weil jeder Redakteur, der seine Arbeit vernünftigt tut, die Einleitung — so wie sie ist — rausgestrichen hätte. Bleibt mir nur die Vermutung, daß der Redakteur die Einleitung selbst geschrieben hat, aber dann frag' ich mich wieder, warum noch ein Interview? Irgendwie stimmt as so nicht. Sicher ist Laurie Anderson nicht unantastbar, aber eine Frage des Typs ist es deshalb noch lange nicht. Ihre Schwächen werden durch das Interview durchaus deutlich, und das zeichnet ein gutes Interview aus, klärt aber nicht Eure journalistische Vorgehensweise. Klaus Hermann, Berlin

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