Ausgabe vom 8./9. April 2017

Lügenpresse

Die Rechten von heute fühlen sich durch die etablierten Medien nicht vertreten – wie 1968 die Linken. Über die Karriere eines Kampfbegriffs

Bild: dpa

Übernahme Sarrazin, Pegida, Stuttgart 21: Es gab Anzeichen dafür, dass sich nicht die ganze Gesellschaft von Medien repräsentiert fühlt. Aber nun hat die Neue Rechte die linke Idee der Gegenöffentlichkeit gekapert.

Scheitern Peter Rausch hatte einen Traum: Ein Hotel in Bautzen. Ausgerechnet! Er geht fast pleite, also lässt er Flüchtlinge einziehen. Dann fliegen die Brandsätze. Das Portrait eines Mannes, der als Unternehmer scheiterte und als Herbergsvater glücklich wurde.

Türkei I Der Rückhalt unter religiösen Muslimen in der Türkei für ihren Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bröckelt. Was passiert erst, wenn das Land beim Verfassungsreferendum mit „Ja“ stimmt?

Erinnerung Das Detroiter Wohnhaus der Bürgerrechtlerin Rosa Parks stand kurz vor dem Abriss. Ein US-Künstler hat es in Berlin mit den Originalmaterialien wieder aufgebaut. Über ein Haus, das kein Zuhause hat.

These „Moonlight“ erzählt die Geschichte eines schwulen Jungen, der in Miami aufwächst. Bester Film des Jahres, sagt Hollywood. Aber der Oscar hat der Glaubwürdigkeit des Films eher geschadet.

Türkei II Die Diskussion um das türkische Verfassungsreferendum spaltet nicht nur die Türkei, sondern auch deutsch-türkische Familien. Eine Geschichte über über Autokratenfreunde in der eigenen Verwandtschaft.

Klassik Elena Bashkirova ist selbst begnadete Pianistin und steht doch oft im Schatten ihres Mannes, dem Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim. Ein Gespräch mit einer Frau, die Musik atmet und sich neben einem berühmten Mann die eigene Identität bewahren will.

Hausbesuch Seit Investoren die Prenzlauer Allee 45 in Berlin im Visier haben, entsteht eine Haus- und Kampfgemeinschaft unter den Bewohner*innen. Sie wollen sich nicht vertreiben lassen.

Mit Kolumnen von Bettina Gaus, Johanna Roth, Ariane Sommer und Franz Lerchenmüller