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Kämpfe in Diyarbakir

■ Zwei PKK-Rebellen getötet

Diyarbakir (AP/AFP) – Zwei Tage nach dem Besuch der türkischen Ministerpräsidentin Tansu Ciller und ihres Kabinetts in Diyarbakir haben am Sonntag kurdische Guerilla-Einheiten in der Stadt angegriffen und sich Feuergefechte mit der türkischen Polizei und Soldaten geliefert. Nach Angaben der halbamtlichen Nachrichtenagentur „Anatolia“ griffen sie am Abend das Haus des Bürgermeisters, die Redaktionen von zwei Zeitungen und einen Nachtklub mit Granaten und Schußwaffen an. Zwei Kämpfer seien getötet und zwei Beamte sowie zwei Zivilpersonen verwundet worden. BeobachterInnen werteten die Angriffe als einen Versuch der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), den Zweck des Besuchs der Ministerpräsidentin zu durchkreuzen, der allgemein als Demonstration der Stärke von Seiten der Regierung interpretiert worden war.

Frau Ciller hatte mit ihren Ministern am Silvesterabend ein Fest auf dem Gelände der Universität besucht und dabei erneut ihren Willen bekräftigt, 1994 die PKK zu zerschlagen. Gleichzeitig hatte sie verstärkte Investitionen für die Region angekündigt.

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