: Kutips zum Wochenend'
Sauwetter! Und nix in der Glotze. Und im Kino nur Ami-Blödsinn. Und in der Stadt nix los – jawohl: Auch der Kulturprogrammkalender schweigt sich an diesem Wochenende ziemlich aus. Allen, die es dennoch hinauszieht, seien also z.B. die Wärmehallen unserer Kunsthäuser empfohlen. Denn dort ist eine ungewohnt muntere Kunstmischung zu erleben. Kunst von jenseits der Landesgrenzen holt nun z.B. auch die rührige GaDeWe (Reuterstr. 9-17) herein. Ab diesem Wochenende sind vier Kölner KünstlerInnen (Name: „68elf Köln“) dort zu Gast, lt. Einladungspostkarte werden neben Bilder und Objekten auch Gerätschaften wie ein „Bettelautomat“ zur Schau gestellt. Im Kunstverein Bremerhaven (Karlsburg 4) sind ab Sonntag zwei der frischesten Kräfte der Region zu erleben. Andree Korpys und Markus Löffler stellen dort sehr schlechte Bilder aus. Allzu kokett zwar dieser Ausstellungstitel; gelungen aber der Kunstansatz des Teams: Von Haus ausgelernte Fotografen, lassen die beiden Künstler ihre geknipsten Motive nun lieber von einem versierten Plakatmaler vollenden. Dafür bekamen Korpys & Löffler 1994 den „Förderpreis Bildende Kunst“ des Landes Bremen; die Schau in Bremerhaven ist Teil des Preises. Eröffnung: Sonntag um Elf. Zur gleichen Stunde spielt in Bremen das Quartetto Giocoso, und zwar u.a. auf „Violoncello und Erzlaute“. Nichts Geringeres als „Musik aus drei Jahrhunderten“ wird versprochen, von Vivaldi bis Grieg. Dies alles und mehr im Oelzweig-Haus der Johannis-Loge „Zum Oelzweig“ in der Kurfürstenstraße Nr. 8. Und ebenfalls gleichzeitig passiert's im Theater am Goetheplatz: „Was bin ich?“ wird um 11.30 Uhr gefragt – ein musikalisches Beruferaten mit Mitgliedern des Opern-Ensembles. Nichts wird's hingegen mit den „Engel in Amerika, Teil 1“ und „Sterne am Morgenhimmel“: Beide Vorstellungen fallen am Wochenende aus, wegen grassierender Grippe im Ensemble . Stattdessen gibt es am Samstag „Deutschland – Ein Wintermärchen“, um 20 Uhr im Schauspielhaus. taz
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