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taz 4.4.1995Prinzip Hoffnung

■ Kein Konzept für neue Messehallen

Man soll die Hoffnung ja bekanntlich nie aufgeben. Selbst für den strukturschwachen Standort Bremen läßt sich vielleicht noch etwas machen. Wenn erstmal die neuen Messehallen gebaut sind, dann kommen vielleicht auch die zahlreichen Fachverbände aus ganz Deutschland und präsentieren ihre Produkte und Leistungen auf der Bürgerweide. Zu wünschen wäre es der Stadt. Noch regiert jedoch im Wirtschaftsressort und bei der Messe Bremen GmbH das Prinzip Hoffnung. Nichts genaues weiß man eben nicht. Eine Studie sagt auch nicht mehr als: „Wenn..., dann...“ Diese Studie vergleicht Bremen mit anderen mittelgroßen deutschen Städten. Zum Beispiel mit Nürnberg, wo ein attraktiver Fachmessen-Platz entstanden sei. Wohl wahr. Nur liegt Nürnberg geografisch weitaus günstiger. In die boomenden osteuropäischen Länder wie Tschechien, Slowakei und Ungarn ist es ein Katzensprung, die starken Industriestandorte in Süddeutschland sind nicht weit. Nürnberg bastelt an einem Konzept „Tor zum Osten“.

Hierzulande bleiben die maritimen Themen wie Fisch. Mehr Planung und Konzepte wollte der Geschäftsführer der Messe nicht preisgeben. Außer, daß die neuen Hallen auch von der Weltausstellung in Hannover Aussteller nach Bremen ziehe. Das klingt verräterrisch. Die Droge Expo wirkt immer. Doch dasselbe hatten sich von der lezten Expo die Sevillaner erhofft. Geblieben sind Ruinen und eine hoffnungslos verschuldete Provinz-Regierung. Ulrike Fokken

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