: Unterm Strich
Was macht eigentlich Udo Lindenberg? Er verschont die Fangemeinde mit peinvollen Heiraten, nicht aber mit seinem Hobby, dem Malen. Er hat schon lange, und zwar heimlich, und zwar nachts, gemalt, und zwar im „Spitzweg-Zimmer“ jenes Hamburger Hotels, in dem Lindenberg eine Suite bewohnt. Jetzt ist Schluß mit dem Versteckspiel. Sozusagen aus Anlaß seines fünfzigsten Geburtstages gibt es eine Ausstellung, natürlich in Hamburg, genau: im dortigen Erotic Art Museum. Sie trägt den für einen Rocker nicht weiter überraschenden Titel „Arschgesichter“. Man kann das natürlich auch so sagen: „Von einer ganz neuen Seite präsentiert sich Panikrocker Udo Lindenberg.“ (dpa) Für die Ausstellungseröffnung hat sich Udo eine Performance am Schlagzeug einfallen lassen. Die in elektronische Impulse umgesetzten Töne setzen eine Farbkanone in Gang, die passend zu seinen Rhythmen Leinwände in abstrakten Mustern bespritzt. Raten Sie, wie er das Gerät genannt hat! Richtig, „Ejakulator“.
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