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Gurke des Jahres

Nachdem wir soeben die dümmste Karikatur des Jahres wählten, ist nun auch schon die Gurke 1996 vergeben: an Karl Lagerfeld. In einem Interview mit der Zeitschrift Petra schwärmte der Designer und Hobby-Porträtzeichner von der Ausstrahlung des kürzlich ermordeten Hiphoppers Tupack Shakur. „Seine Ghettowelt ist mir ganz fremd“, plauderte Lagerfeld, „trotzdem waren wir uns sofort nah.“ Dem Einwand, daß zur besagten Ghettowelt immerhin auch eine Gefängnisstrafe wegen Vergewaltigung gezählt hatte, begegnete der Maestro so: „Da dürfen wir nicht zu spießig sein.“ Und weiter: „Wenn Ihre Mutter Mitglied einer militanten Schwarzenbewegung gewesen wäre, würden Sie das auch anders beurteilen.“

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