: Mut zur Lücke
■ betr.: „Harald Juhnke ist ,nicht in Lebensgefahr‘“, taz vom 23.8. 97
Muß nun auch die taz, die ja eine journalistische Alternative zum deutschen Blätterwald sein will, diesem Regenbogenthema ein Forum bieten? Schon die ausführliche und bebilderte Dokumentation des kalifornischen Pöbelausfalls von Juhnke empfand ich als Zumutung und unfreiwillige Bestätigung seiner Popularitäts- und Geltungssucht. Die Wiedergabe seines x-ten Saufrezidivs ist mehr als überflüssig und macht mich wütend. [...]
Keiner seiner gelallten Verbalausfälle scheint es mir wert zu sein, öffentlich wiedergegeben zu werden, jedes Bangen um seine Teilnahme an einem baldigen Fernseh- oder Theaterauftritt purer Hohn. Warum also nicht Mut zur journalistischen Lücke? Wen derartiges dennoch interessiert, kann sich ja umfassend bei der Yellow press und leider auch bei allzu vielen seriösen Zeitungen informieren. Kai Weber, Püttlingen
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