: Wahlkämpfers Kummerkasten
Viel Leid hat das Kummerkasten-Team schon zu Gesicht bekommen. Aber dieses übersteigt alles: Die „Feministische Partei DIE FRAUEN“kann nicht gewählt werden. Mangels Landesvorstand wurde sie nicht zugelassen. Ulrike Behrens schreibt uns, daß es jetzt doch einen Vorstand gibt. Und der beschloß, Beschwerde einzulegen. Auch ein Wahlkampfkonzept steht: Nach der Wahl will man sich zur „politischen Kaffeekanne“treffen und Arbeit umverteilen.
Liebe FRAU Behrens!
Versuchen Sie es lieber mit dem „politischen Schnapsglas“, und verteilen Sie die Arbeit von der Zukunft in die Gegenwart um.
Herrn Jürgen Hunke, Speerspitze der Statt Partei, bekümmert die rotgrüne Gefahr. Denn: „Ihr Arbeitsplatz ist in Gefahr, selbst wenn Sie Radfahrer sind!“
Lieber Herr Hunke!
An allem sind nur die Poller schuld. Sie sollten in Nachtschicht alle Verkehrsschikanen abbauen lassen. Das schafft Arbeitsplätze. Außerdem sollte das Verkehrshindernis Fahrrad – das man ja wohl als visuelle Provokation bezeichnen muß – verboten werden.
Der FDP-Spitzenkandidat Frank-Michael Wiegand sorgt sich ums rechte Schreiben und fordert: „Umsetzung der Rechtschreibreform stoppen.“
Lieber Herr Wiegand!
Überlassen Sie die Rechtschreibung lieber Ihrem handwerkspolitischen Sprecher, Uwe Wedekind. Der schlug in einer Pressemitteilung auch Reformen für Namen vor: „Wigand“für Sie, „Huhnke“für Hunke und „von Bois“für Ole von Beust.
Auf weitere Zuschriften bekümmerter Wahlkämpfer – Fax-Hotline 38 90 17-50 – freut sich
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