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Unterm Strich

Mit Ausstellungen und Veranstaltungen soll in den nächsten Wochen der 150. Jahrestag der Revolution vom 18. März 1848 begangen werden. Eine zentrale Veranstaltung des Bundestages ist dagegen nicht geplant. Historiker Hans-Ulrich Wehler, Professor für Allgemeine Geschichte an der Universität Bielefeld, kritisierte im Deutschlandradio Berlin, daß „sich Regierungskoalition, Sozialdemokraten und die Gewerkschaften nicht dieses historischen Datums bemächtigen und bewußt an die Tradion der Revolution von 1848 anknüpfen“. Wehler sprach sich dafür aus, anläßlich der Märzrevolution einen Nationalfeiertag einzuführen, „weil die Deutschen in ihrer Geschichte nicht so viele erinnernungswürdige Daten haben“. Allerdings halte er es angesichts der herrschenden politischen Kultur in der Bundesrepublik „für ganz unwahrscheinlich“, daß es eine Mehrheitsentscheidung für den Tag des Beginns der Barrikadenkämpfe in Berlin geben werde. Roman Herzog, übernehmen sie.

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