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Gebt das viele Geld den Zielgruppen

■ betr.: „Für einen Schutz der Schuldnerländer“, taz vom 22. 6. 99

[...] Zum Schuldenmachen gehören wenigstens zwei Seiten: die Kapitalgeber und die Kapitalnehmer. Und zu den Kapitalnehmern gehören nicht die Bauern in Südamerika oder Afrika. Afrikanische und asiatische Arme bleiben vom Schuldenmachen (fast) unberührt. Sie gehen aus den „Entwicklungsprojekten“ – für die Schulden gemacht werden – genauso arm hinein wie sie herauskommen. Bevor eine Bohne Kaffee den reichen Verbraucher erreicht, wechselt sie dreißigmal (!) den Besitzer. Dem Bauern bleibt nichts, dem Händler der Gewinn, dem Kaffeetrinker der Genuß. Wer glaubt, daß dies durch weltweite Entschuldung (des Kapitals) anders wird? Deswegen gebt das viele Geld den Zielgruppen in den armen Ländern. „Die Subjektförderung ist viel genauer und erfordert einen geringeren administrativen Aufwand.“ Sagt ein Herr Vesper vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Halt, da stimmt was nicht! Richtig, er meinte (nur?) den sozialen Wohnungsbau in Deutschland. Rainer Neumann, Mosbach

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