piwik no script img

Golschiri mit Friedenspreis geehrt

Osnabrück. Der iranische Schriftsteller und Literaturkritiker Huschang Golschiri hat am Wochenende im Osnabrücker Rathaus den mit 25.000 Mark dotierten Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis erhalten. Ein mit 10.000 Mark dotierter Sonderpreis ging an das Gründungskomitee des Verbandes iranischer Schriftsteller.

Mit Golschiri werde eine der „intellektuellen Führungsfiguren im Iran“ ausgezeichnet, erklärte der Vorsitzende der Jury, Osnabrücks Uni-Präsident Rainer Künzel. Obwohl seine Bücher dort lange Zeit verboten waren, sei der 62jährige einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftsteller seines Landes. Dem 1937 in Isfahan geborenen Systemkritiker war mit dem Kurzroman „Prinz Ehtedshab“ Ende der 60er Jahre der literarische Durchbruch gelungen. Seit er 1981 in Folge der islamischen Kulturrevolution seinen Lehrauftrag an der Hochschule der Künste verlor, lebt er als freier Autor in Teheran. Der Friedenspreis der Stadt Osnabrück wird alle zwei Jahre für besonderes pazifistisches Engagement oder Veröffentlichungen zum Thema Frieden verliehen. Bisherige Preisträger waren Lew Kopelev (1991), Hans Magnus Enzensberger (1993), Uri Avnery (1995) und Ludvik Vaculik (1997). dpa

Mit reinem Gewissen wissen

Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen