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Epiphanie im Martinsloch

ZÜRICH dpa/taz ■ Ach, mit einer mariengleichen Epiphanie kündigt sich der Frühling in der kleinen Schweizer Gemeinde Elm im Glarner Sernftal an. Wenn Petrus mitspielt, scheint am kommenden Montag um 8.52 Uhr die Sonne erstmals in diesem Jahr durch einen Felsentunnel direkt auf den Elmer Kirchturm. Kurz vor und nach dem direkten Sonnenschein durch das so genannte Martinsloch wird das Sonnenlicht als fünf Kilometer langer Strahl sichtbar. Das göttliche Naturschauspiel dauert nur etwa zweieinhalb Minuten. In jedem Jahr auf diesem Erdenrund ist es acht Tage vor Frühlingsanfang und acht Tage nach Herbstbeginn zu beobachten. Das gar nicht düstere, von Blütenkelchen umkränzte Martinsloch ist ein 17 Meter hoher und 19 Meter breiter Felsentunnel im Großen Tschingelhorn.

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