: In alter offener Tradition getagt
betr.: „Bankenaufsicht im Nacken“ (Ökobank in der Existenzkrise), taz vom 24. 3. 00
In eurem ansonsten treffend formulierten und aus unserer Sicht inhaltlich korrekten Brennpunktthema zur Ökobank fehlte uns der Hinweis auf die engagierte genossenschafliche Basis der Bank. Diese ist über diverse Gremien mit eingebunden in die Entscheidungsprozesse der Bank. Und dies bedeutend mehr als das unter Genossenschaften normale Maß – da dürfen wir auch unsere Erfahrung mit der Mitgliedschaft bei der taz einfließen lassen.
Ihr tut somit der Ökobank völlig Unrecht, wenn ihr im Artikel von einer „geheimen“ VertreterInnenversammlung schreibt. Diese war auf Grund der beschriebenen Situation zwar „außerordentlich“ in Bezug auf die zeitliche Abfolge, jedoch wurde ganz normal eingeladen und die Regionalgruppen haben sich – wie immer – darauf vorbereitet. Es wurde also nicht konspirativ in irgendwelchen Kellern getagt, sondern in alter offener Tradition.
Wir hoffen wie viele sozial und ökologisch engagierte Menschen, dass die hochgesteckten Ziele der Ökobank weiterhin Bestand haben und sich nach einer Neuorientierung verstärkt verbreiten. ANGELIKA KOCH, FRANK STIELOW, München
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