schneller vorlauf:
Sie wussten nicht so recht, was sie mit ihm anfangen sollten, die Amerikaner. Klar war: Er sieht gut aus, spielt passabel Schau und ist drüben in Europa ein Star: Alain Delon, als „eiskalter Engel“ hierzukontinents bereits Legende, wurde 1966 mit „Texas Across The River“ auf ein US-Publikum losgelassen. In „Zwei tolle Kerle in Texas“ (22.00 Uhr, WDR), so die kongeniale Übersetzung, wurde dem distinguierten Franzosen die Schnapsnase Dean Martin beigegeben, was auch die Marschrichtung der Westernkomödie bestimmt: Drollig stolpert der alteuropäische Adlige – nachdem er einen Nebenbuhler tötete und nach Amerika fliehen musste – von einem kulturellen Missverständnis in die Arme des nächsten. Eine weitere, weit weniger gelungene transatlantische Kooperation bietet Vox um 20.15 Uhr: Kommissar Decker (Thomas Heinze) ist einem „20.13 – Mord im Blitzlicht“ auf der Spur. Der deutsch-kanadisch-französische Kraftakt mit dem stellenweise kryptischen Titel handelt von Kinderpornographie und falschen Verdächtigungen, denen Decker ausgesetzt ist wie die ZuschauerInnenThomas Heinze. Pervers!
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen