: Zwangsarbeiter auch im Kloster?
KÖLN afp ■ Die katholische Kirche hat nach Informationen des ARD-Magazins „Monitor“ in zahlreichen Klöstern und kirchlichen Einrichtungen NS-Zwangsarbeiter beschäftigt. Sie seien in der Haus- und Landwirtschaft eingesetzt worden, berichtete „Monitor“ gestern vorab. Die Zwangsarbeiter seien vor allem aus der Ukraine und Polen gekommen. Sie hätten mehr als 13 Stunden am Tag arbeiten müssen und dafür keinen oder sehr geringen Lohn erhalten. Unter anderem in der Benediktinerabtei Kloster Ettal und im Paderborner Leonkonvikt sollen Zwangsarbeiter eingesetzt worden sein. Die katholische Kirche beteiligt sich bislang nicht an der Entschädigung der Zwangsarbeiter. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte dagegen vorige Woche angekündigt, 10 Millionen Mark zum Stiftungsfonds beizutragen.
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