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das wetter: eberhard durchweicht

Lustlos schlurfte der Geheimagent Eberhard die blank geputzten Gänge des Kreml entlang. Er hatte sehr schlechte Laune. Auf dem Weg von seinem Geheimgebüsch, von dem aus er geheime Informationen gesammelt hatte, zum Kremlgebäude war er von einem heftigen Regenschauer überrascht worden. Jetzt war er klatschnass, die Geheimklammotten waren durchweicht, die Haare hingen ihm in Strähnen ins Gesicht und er spürte einen Schnupfen herannahen. Er hasste es wie die Pest, in einer solchen Verfassung Geheiminformationen an Putin weiterzuleiten. Vor Putins Tür blieb er stehen. Dort hing ein Zettel mit der Aufschrift: „Bin krank. Putin.“ Erleichtert ging Eberhard nach Hause.

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