: Erneut zwei Hungerstreiktote
ISTANBUL afp/dpa ■ Aus Protest gegen die Gefängnisreform haben sich zwei weitere Häftlinge in der Türkei zu Tode gehungert. Damit starben bisher 22 Menschen, wie der türkische Menschenrechtsverband IHD gestern mitteilte. Ein 32-Jähriger starb gestern in einem Krankenhaus in Buca im Westen des Landes, ein weiterer Häftling in Ankara. Dem IHD zufolge beteiligen sich landesweit etwa 800 Menschen an dem Streik, 400 von ihnen betreiben das so genannte Todesfasten. Unterdessen sprachen Vertreter des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte mit Justizminister Hikmet Sami Türk. Die türkische Regierung weigert sich aber weiter, mit den Häftlingen zu verhandeln. Die linksgerichteten Gefangenen protestieren gegen Regierungspläne, die Häftlinge in kleineren Zellen für drei Insassen unterzubringen. Sie befürchten, in den kleinen Zellen Übergriffen der Aufseher ausgeliefert zu sein.
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