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Spiegel: Denkmal ist geschmacklos

STOLBERG/DÜSSELDORF dpa ■ Paul Spiegel, Präsident des Zentralrats der Juden, hat ein Mahnmal für die NS-Opfer in Stolberg (Kreis Aachen) als geschmacklos kritisiert. Die Skulptur, die morgen offiziell enthüllt werden soll, zeige ein verfremdetes Hakenkreuz aus Stacheldraht. Die Stadt Stolberg und der private Initiator Matthias Breuer verteidigten das Projekt. Trotz Kritik wird die Einweihung stattfinden.

„Ich bin zutiefst getroffen“, sagte Breuer zu der Kritik Spiegels. Mit der provokatorischen Darstellung habe man die Menschen aufrütteln wollen. „Niemand wollte damit die Gefühle anderer verletzen“, sagte der langjährige SPD-Kommunalpolitiker. Das Mahnmal stehe nicht nur für die jüdischen, sondern für alle Opfer der Naziherrschaft.

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