schneller vorlauf: Anarcho-Austria
Ach Österreich, du Land der Berge und Einspänner und Haiders und Privatfernsehgenies ohne Privatfernsehen (weshalb die dann immer bei RTL landen) – was wären wir ohne deine Filme? „Indien“ zum Beispiel, dieses transzendent zeitlose Schnitzeltesterepos: Seitdem erst wissen wir, dass in Österreich wirklich Öl gefördert wird. Und natürlich Peter Patzaks „Kottan ermittelt“. Oder Nicki Lists „Müllers Büro“. Überhaupt ist das Genre „anarchische Ermittlerklamotte“ fest in austrischen Händen.
Peter Patzak hat jetzt etwas Neues gedreht: In „Nichts wie weg“ kaufen zwei pleitegeplagte Ex-Sportplatzkantinenbesitzer die Katze im Sack: Ein Hotel auf Bali nämlich, das sich leider als Ruine entpuppt. Was aber nichts macht – schließlich ist die Rahmenhandlung nur dazu da, all den kruden Geschichten am Rande Raum zu geben ... (20.15 Uhr, 3sat)
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen