: fräulein geldpfennig hat mal wieder keine schnitte
Wir wagen ja kaum, Sie darauf hinzuweisen, dass dieser nicht völlig gewaltfreie, aber dennoch, na ja, wir müssen zugeben, irgendwie trotzdem extrem spannende Bond „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ heute um 22.40 Uhr in der ARD läuft. Zumal, wie der Medienprofi im oben stehenden Interview auch noch so kritisch anmerkt, das Ganze besonders schwierig ist, wenn es sich bei dem positiven Helden um einen handelt, der auch noch „licensed to kill“ ist.
Auf der anderen Seite wird James Bond (in diesem Fall der seltene, gegen den zum Durchkämmen-einladend-behaarten Connery doch recht spröde George Lazenby) wirklich nur gegen ganz extrem böse Erzschurken ausfallend. Und außerdem hat er in dem Film von 1969 sogar kurzzeitig gar keine richtige Lizenz zum Töten mehr: Er hat bekanntlich den Dienst quittiert, um auf eigene Faust zu ermitteln. Abgesehen davon tut er’s natürlich trotzdem für England! Heuer muss er den schlimmen Finger Ernst Stavro Blofeld klarmachen, der im Laufe der Bond-Geschichte übrigens schon von vier Darstellern (in diesem Fall von Telly Kojak Savalas) gespielt wurde. Wussten Sie das? Der Wahrheitsredakteur weiß so was. Beeindruckend. Wir wissen dafür, dass in diesem Bond das tollste Bond-Girl von allen mitspielt: Diana Rigg. Und dass die Berg-Ski-Szenen von Willi Bogner inszeniert wurden. Und dass Bond sich verlieben darf. Natürlich nicht in Lois Maxwell, die auf dem Foto den notorischen Bond-Fan Mrs. Moneypenny gibt und wieder mal nichts abstaubt außer einem feuchten Händedruck … JZ FOTO: ARD
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