: der kleine solidaritätsappell
Rund 500 Menschen haben am Sonntag in Berlin für eine Unterstützung Israels im Nahost-Konflikt unter dem Motto „Kein Vergessen! Solidarität mit Israel“ demonstriert. Die Teilnehmer beklagten unter anderem, die Europäische Union „hofiere“ unter deutscher Führung „Feinde des jüdischen Staates“ wie den Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat. Vor dem Auswärtigen Amt forderten die Demonstranten zudem von Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne), er solle sich vom Auftritt des Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) mit dem umstrittenen Schriftsteller Martin Walser distanzieren. Die französische Antifaschistin Beate Klarsfeld warnte vor einer „Verkehrung von Tätern und Opfern“ im Konflikt zwischen Israel und Palästinensern. Veranstalter waren das Berliner Bündnis gegen IG Farben und ein Zusammenschluss von Einzelpersonen. In einer Erklärung hieß es, 57 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges herrsche in Deutschland ein „Antizionismus, der meint, die Lehren aus der Vergangenheit gezogen zu haben“, und deswegen umso ungezwungener antisemitische Ressentiments bediene. EPD, DPA
FOTO: MIKE SCHMIDT
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