11. - 19. April 2020 (Wieder im Programm)

Istanbul

Reiseleitung: Jürgen Gottschlich in Kooperation mit Nihat Gencosman

Die Hagia Sophia Bild: Barbara Staubach www.barbara-staubach.de

Mit Bootsfahrt auf dem Bosporus bis zum Schwarzen Meer

Istanbul ist zurück auf der politischen und kulturellen Landkarte Europas. Nach Jahren politischer Repression und schlimmen Terroranschlägen hat die Stadt sich gefangen und macht nach den Kommunalwahlen 2019 derzeit einen politischen Neuanfang. Erleben Sie die Schönheiten der einstigen Hauptstadt des byzantinischen und später osmanischen Reiches, werden Sie Zeugen der Transformation der alten Stadt  in eine neue, 16 Millionen Einwohner umfassenden Metropole, ihrer landschaftlichen Schönheit und wirtschaftlichen Dynamik.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS:  ab 990 Euro

(DZ/3 x HP, 5 x ÜF/ohne Anreise)

VERANSTALTER:

via cultus Studienreisen,

Stutensee, Tel. 0721-9684773,

info@via-cultus.de

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Kann man wieder nach Istanbul fahren? Nach drei Jahren Pause bietet die taz im Frühjahr 2020 wieder eine Reise nach Istanbul an. Nicht nur, weil sich nach der Befreiung von Welt-Korrespondent Deniz Yücel und dem Menschenrechtler Peter Steudtner aus türkischen Gefängnissen das deutsch-türkische Verhältnis wieder etwas verbessert hat und wir davon ausgehen, dass es, mit wenigen Ausnahmen, für Besucher aus Deutschland wieder gefahrlos ist, in die Türkei zu reisen. Nein vor allem deshalb, weil Istanbul gerade dabei ist, sich zur neuen Hoffnung für eine demokratische Türkei zu entwickeln.

Jürgen Gottschlich, seit 1998 taz-Korrespondent in Istanbul und Autor

Nihat Gencosman, Reiseleiter in Istanbul und der Türkei seit 38 Jahren

Die 16-Millionen-Einwohner-Stadt am Bosporus, der Meerenge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Marmara-Meer,  hat in einer beispiellosen Wahlschlacht im Frühjahr 2019 die AKP Erdogans abgewählt und mit Ekrem Imamoglu einen neuen Hoffnungsträger gekürt, der Präsident Recep Tayyip Erdogan auch bei kommenden Präsidentschaftswahlen Paroli bieten könnte.

Istiklal Cadessi - zentrale Straße im Stadtteil Beyoglu Bild: Barbara Staubach www.barbara-staubach.de

Diese Wahlschlacht um die Macht im Istanbuler Rathaus hat die Atmosphäre in der Stadt stark verändert. Wo sich seit dem gewaltsam niedergeschla- genen Gezi-Aufstand 2013 innerhalb der demokratischen säkularen Opposition gegen das islamische Regime Erdogans Depression und Angst ausgebreitet hatte, ist jetzt die Hoffnung zurückgekehrt. Noch haben die Erfolge der Opposition bei den Kommunalwahlen 2019 die Macht Erdogans nicht grundsätzlich erschüttern können, aber sie erscheinen doch wie Vorboten einer neuen Zeit in Istanbul und der gesamten Türkei. Denn wie Erdogan selbst mehrfach sagte: "Wer Istanbul beherrscht, beherrscht die Türkei".

Wir wollen mit Ihnen gemeinsam erkunden, wie der Wandel in der Stadt aussieht, wie er im ganzen Land aussehen könnte und wo er bislang noch an seine Grenzen stößt. Viele Menschen, die wir bei früheren Erkundungen der Istanbuler Zivilgesellschaft getroffen haben, leben mittlerweile im Ausland, sie sind geflohen vor der herrschenden Repression und bislang auch nicht zurückgekehrt. Doch es gibt natürlich auch viele Aktivist*innen, die die bleiernen Jahre in der Stadt durchgehalten haben, und jetzt wieder neue Hoffnung schöpfen. Wir werden einige von ihnen treffen, uns über ihre Arbeit informieren und mit ihnen über die Zukunft Istanbuls und der Türkei sprechen.

Am Bosporus Bild: Barbara Staubach www.barbara-staubach.de

Wir werden die Geschichte dieser 3000 Jahre alten Metropole kennen lernen, die architektonischen Perlen des byzantinischen und osmanischen Reiches besichtigen und den Einschlag der Moderne, den Alltag einer 16 -Millionen-Metropole an der Schnittstelle zwischen Europa und dem Nahen Osten kennen lernen.  Allein in Istanbul leben fast so viele syrische Flüchtlinge wie in Deutschland insgesamt, in der Stadt finden sich religiöse und säkulare Viertel die kaum etwas miteinander gemein haben, armenische, griechische und jüdische Minderheiten, die um ihr Überleben kämpfen, sehr reiche und viele sehr arme Menschen und alle versuchen miteinander klar zu kommen.

In der Stadt werden die Trends für die gesamte Türkei gesetzt und auch viele in Deutschland lebende Türken schauen mit Spannung nach Istanbul. Es wird Zeit, Istanbul wieder zu besuchen.