unterm strich:
Nein, auch wir lassen uns nicht lumpen! Soll es doch noch so viel tolle Literatur von Händler bis Klein und von Kennedy bis Chabon geben, wichtig sind Günter Grass und Martin Walser und Marcel Reich-Ranicki, deren 75. Geburtstage, deren Streiteren, deren Kanones, deren Kritikerschelten (und vice versa). Also melden wir: Günter Grass fühlt sich wohl im Lübecker Grass-Haus, das am Sonntag offiziell eröffnet wird. Das ist doch was! In dem Haus, das nicht unweit von Thomas Manns Buddenbrooks-Haus steht, kann man Manuskripte, Zeichnungen, Gedichte und Skulpturen des Literaturnobelpreisträgers besichtigen. Außerdem hat Günter Grass anlässlich der bevorstehenden Grass-Hauseröffnung gesagt: „Herr Ranicki kommt in diesem Haus nicht vor.“ Na, das ist doch auch was, da bekommen vielleicht doch bald noch ein paar liebe, alte Seelen ihre Ruh. Soll bloß noch einmal einer sagen, dass wir uns lumpen lassen!
Gestern war übrigens die australische Band The Vines in Berlin. Das ausverkaufte Konzert in der neuen, schön runtergerockten Maria war super! Die Vines sind nicht die neuen Strokes, sondern die neuen Nirvana. Hymnen, Pathos, Jugendlichkeit, Schönheit, Rock ’n’ Roll. Nächste Woche dann weiter im taz-Text mit Prince und Bruce Springsteen.
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