Ein neuer Tiefpunkt des Krieges: Ruandische FDLR-Milizen sollen in einem besetzten Ort hunderte Frauen brutal geschändet haben. In der Nähe befanden sich UN-Truppen.von Dominic Johnson
Die Problematik, vor der die UN-Truppen stehen, hat der "Ex-Blauhelm" bereits gut geschildert. Allerdings war das ausgelaufene MONUC-Mandat wesentlich robuster, als das jetzige MUNUSCO Mandat. Unter MONUC hätten u.a. diese Gräultaten ggf. verhindert werden können. Der Grund für das weichgespülte Mandat liegt aber in den Machtinteressen Kabilas begründet, der seine persönliche Schutztruppe (GSSP) unter anderem auch Kisangani stationiert hat. Und dies m.E. weniger um die zentrale Staatsgewalt in dieser Region durchzusetzen, sondern vielmehr um beim allgemeinen Taschen vollstopfen durch illegales Mining, Edelholzraub etc. kräftig mitzumischen. Eine Befriedung dieser resourcenreichen Region ist also weder durch Kabila noch durch Musuveni noch Kagame (alles direkte Nachbarn) erwünscht...man will ja weiter ausbeuten....Das ist das HAUPTPROBLEM und daher keine Lösung in Sicht!
25.08.2010 13:59 Uhr
von 何:
>Tatenlose Truppen HöHöHö. Sowas kommt davon wenn internationale (afrikaische) Truppen ohne robuste Mandate ausgestattet werden. Hötten die eingegriffen (wobei es sicher auch zivile Opfer gegeben hätte) würden sofort wieder verblendete Pazifisten und Linke genauso oder eher noch lauter schreien.
25.08.2010 13:28 Uhr
von Ex-Blauhelm:
Die Hauptproblematik der UN Truppen in Operationen wie MONUSCO im Congo ist doch, dass zum einen viel zu kleine Kontingente eingesetzt werden um riesige Flächen zu kontrollieren, dann die technische Ausstattung sowie teils auch die Ausbildung mangelhaft sind etc. Während die traditionellen Entsendeländer wie Indien, Pakistan, Kenya, Ghana etc. immer wieder viele Tausend Soldaten stellen, kommen die reicheren Länder nicht einmal den gemachten Zusagen nach und stellen das versprochene Equipment wie Fahrzeuge, Helikopter und Kommunikationsanlagen. Ein weiteres Manko sind die auferlegten Einschränkungen durch das jeweilige Mandat, so dürfen! viele UN Missionen nur beobachten und nur zum Selbstschutz zur Waffe greifen. Eine Situation die auch 1994 in Ruanda zum Versagen der UN geführt hat, wobei z.B. die Ghanaischen UN Truppen damals entegegen der Aufforderung zur Abreise durch UN-SC im Land geblieben sind und Tausenden Menschen das Leben retten konnten.
24.08.2010 17:33 Uhr
von Simon:
Traurig was aus der Heimat geworden ist. Wenn man bedenkt das Kinder bei Misshandlungen, Morden u.s.w. zu sehen und mit dieser Gewalt weiterhin aufwachsen, will man garnicht über deren Zukunft nachdenken. Wann wird dieses Morden wohl ein Ende haben?! Hoffentlich Bald. Danke für den Bericht.
Leserkommentare
25.08.2010 16:42 Uhr
von Herr Schmidt:
Die Problematik, vor der die UN-Truppen stehen, hat der "Ex-Blauhelm" bereits gut geschildert. Allerdings war das ausgelaufene MONUC-Mandat wesentlich robuster, als das jetzige MUNUSCO Mandat. Unter MONUC hätten u.a. diese Gräultaten ggf. verhindert werden können. Der Grund für das weichgespülte Mandat liegt aber in den Machtinteressen Kabilas begründet, der seine persönliche Schutztruppe (GSSP) unter anderem auch Kisangani stationiert hat. Und dies m.E. weniger um die zentrale Staatsgewalt in dieser Region durchzusetzen, sondern vielmehr um beim allgemeinen Taschen vollstopfen durch illegales Mining, Edelholzraub etc. kräftig mitzumischen. Eine Befriedung dieser resourcenreichen Region ist also weder durch Kabila noch durch Musuveni noch Kagame (alles direkte Nachbarn) erwünscht...man will ja weiter ausbeuten....Das ist das HAUPTPROBLEM und daher keine Lösung in Sicht!
25.08.2010 13:59 Uhr
von 何:
>Tatenlose Truppen
HöHöHö. Sowas kommt davon wenn internationale (afrikaische) Truppen ohne robuste Mandate ausgestattet werden. Hötten die eingegriffen (wobei es sicher auch zivile Opfer gegeben hätte) würden sofort wieder verblendete Pazifisten und Linke genauso oder eher noch lauter schreien.
25.08.2010 13:28 Uhr
von Ex-Blauhelm:
Die Hauptproblematik der UN Truppen in Operationen wie MONUSCO im Congo ist doch, dass zum einen viel zu kleine Kontingente eingesetzt werden um riesige Flächen zu kontrollieren, dann die technische Ausstattung sowie teils auch die Ausbildung mangelhaft sind etc.
Während die traditionellen Entsendeländer wie Indien, Pakistan, Kenya, Ghana etc. immer wieder viele Tausend Soldaten stellen, kommen die reicheren Länder nicht einmal den gemachten Zusagen nach und stellen das versprochene Equipment wie Fahrzeuge, Helikopter und Kommunikationsanlagen.
Ein weiteres Manko sind die auferlegten Einschränkungen durch das jeweilige Mandat, so dürfen! viele UN Missionen nur beobachten und nur zum Selbstschutz zur Waffe greifen. Eine Situation die auch 1994 in Ruanda zum Versagen der UN geführt hat, wobei z.B. die Ghanaischen UN Truppen damals entegegen der Aufforderung zur Abreise durch UN-SC im Land geblieben sind und Tausenden Menschen das Leben retten konnten.
24.08.2010 17:33 Uhr
von Simon:
Traurig was aus der Heimat geworden ist. Wenn man bedenkt das Kinder bei Misshandlungen, Morden u.s.w. zu sehen und mit dieser Gewalt weiterhin aufwachsen, will man garnicht über deren Zukunft nachdenken. Wann wird dieses Morden wohl ein Ende haben?! Hoffentlich Bald.
Danke für den Bericht.