Bloß kein Streit vor der Bundestagwahl ist die Devise des Wahlparteitags. Während Gysi von allen bejubelt wird, wirkt Lafontaine von der Partei seltsam entrückt.von Stefan Reinecke
Vielleicht kommt an mit Begriffen wie "Hausmacht" und "Heimspiel" dem Geschehen näher. Solche Großveranstaltungen haben sowieso zuviel von der Entfremdung, die der philosphische Ausdruck für den Grundübelbackground ist. Mit "small is beautiful" Parolen war dem auch nicht beizukommen. Lafonatine wird wohl innerparteiliche Kämpfe nicht forcieren, da handelt es sich um eine schlechte Reduktion von Komplexität ins unsägliche Personalisierungsschema. Zeitdruck, Hetktik trotz TAZ Heimspiel?
11.02.2011 17:53 Uhr
von Axel:
Inhaltlich geht die taz leider nur am Rande auf den Wahlparteitag ein - und da gibt es ja eine ganze Menge Unterschiede zu CDU/SPD/Grüne/FDP insbesondere in der Dozial- und Friedenspolitik die unter journalistischer Sorgfaltspflicht erwähnswer wären. Stattdessen konzentriert sich auch die taz auf Persönliches a la "umjubelter Gysi" und "entrückter Lafontaine" - unpolitische und inhaltslose Berichterstattung a la taz, die sich in den üblichen Mainstramberichterstattungssenf prima einfügt.
11.02.2011 17:53 Uhr
von Heiße Luft:
Angenommen, Oskar Lafontaine hätte zu Beginn des Parteitags der Linken eine die Delegierten mitreißende Rede gehalten. Das Echo wäre nach der Kritik am "Alleinherrscher" und "Egomanen" wohl in dieser Art ausgefallen: Ein Populist hat seine Partei fest im Griff. Nun hat aber der erste Vorsitzende der Linken keine mitreißende Rede gehalten, sondern eine furchtbar dröge, eine Art Fachvortrag der Forderungen seiner Partei. Kaum ein Wort zu den internen Querelen, viel Finanzpolitik, wenig Wahlkampf. Und so liest man am Tag danach von einem Parteichef "im Schongang", von "Langeweile" bei der Linken. Der Mann kann es wirklich niemandem Recht machen.
Mal im ernst Liebe Presse: Was wollt ihr denn eigentlich? ISt er jetzt Poppuist oder Langweilig? Beschwert euch doch liber über die Union...da laufen die richtig miesen Dinger. Wenn ihr da mal richtig recherchiert findet ihr auch was. Was mir auch lieb wäre, wär FDP,SPD und auch Grüne. Aber immer nur Linkspartei (wenn auch verkappt) schlecht machen is billig. Oder ist nicht etwa die Aussage des Artikels:" Ohne Oskar wäre der Laden sogar wählbar"?...SChreibt doch lieber son Ding über die SPD und sagt dann ohne Linksblinken und rechts Abbiegen ist dieser Laden vieleicht sogar wählbar.
22.06.2009 20:01 Uhr
von Harald Wenk:
Vielleicht kommt an mit Begriffen wie "Hausmacht" und "Heimspiel" dem Geschehen näher. Solche Großveranstaltungen haben sowieso zuviel von der Entfremdung, die der philosphische Ausdruck für den Grundübelbackground ist. Mit "small is beautiful" Parolen war dem auch nicht beizukommen. Lafonatine wird wohl innerparteiliche Kämpfe nicht forcieren, da handelt es sich um eine schlechte Reduktion von Komplexität ins unsägliche Personalisierungsschema. Zeitdruck, Hetktik trotz TAZ Heimspiel?
22.06.2009 09:47 Uhr
von Helmut Ruch:
@Axel "...unpolitische und inhaltslose Berichterstattung a la taz" Wohl eher à la BILD! Die taz-Berichterstattung liegt voll im Trend der neoliberalen Kampfpresse gegen die LINKE. Die Strategie dahinter ist sehr einfach: man versucht, einen Keil zwischen Ost und West zu treiben, speziell zwischen Lafontaine und den Ost-"Realos" (oder auch "Reformern"). Die Überlegung dahinter: in der Ost-LINKEN gibt es einen gefühlten Karrierestau; unzählige Politkarrieristen möchten endlich in einer Koalition mit der SPD an die wirklichen Schalthebel der Macht, Lafontaine steht dem im Wege, also weg mit ihm! Und hat man Lafontaine erst mal erledigt, verliert die West-Linke erheblich an Bedeutung, die LINKE wird wieder zur ostdeutschen Regionalpartei. Anscheinend geht diese Strategie im Moment aber nicht auf. Auf dem Parteitag jedenfalls war von Anti-Lafontainestimmung nicht viel zu sehen. Die wenigen Kronzeugen gegen Lafo, die sich vor die Medien stellten, geben nicht die Meinung der Partei wieder. An einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der LINKEN hat die taz, genau so wie der Rest der neoliberalen Kampfpresse, kein Interesse. Diese Zeitung hat Schröder und Fischer die Treue gehalten und wird den Grünen auch in eine kommende schwarz-grüne Bundesregierung folgen. Vermutlich wird Reinecke dann schreiben: "Wir freuen uns auf spannende Zeiten!"
22.06.2009 08:02 Uhr
von Axel:
Inhaltlich geht die taz leider nur am Rande auf den Wahlparteitag ein - und da gibt es ja eine ganze Menge Unterschiede zu CDU/SPD/Grüne/FDP insbesondere in der Dozial- und Friedenspolitik die unter journalistischer Sorgfaltspflicht erwähnswer wären. Stattdessen konzentriert sich auch die taz auf Persönliches a la "umjubelter Gysi" und "entrückter Lafontaine" - unpolitische und inhaltslose Berichterstattung a la taz, die sich in den üblichen Mainstramberichterstattungssenf prima einfügt.
21.06.2009 19:48 Uhr
von Heiße Luft:
Angenommen, Oskar Lafontaine hätte zu Beginn des Parteitags der Linken eine die Delegierten mitreißende Rede gehalten. Das Echo wäre nach der Kritik am "Alleinherrscher" und "Egomanen" wohl in dieser Art ausgefallen: Ein Populist hat seine Partei fest im Griff. Nun hat aber der erste Vorsitzende der Linken keine mitreißende Rede gehalten, sondern eine furchtbar dröge, eine Art Fachvortrag der Forderungen seiner Partei. Kaum ein Wort zu den internen Querelen, viel Finanzpolitik, wenig Wahlkampf. Und so liest man am Tag danach von einem Parteichef "im Schongang", von "Langeweile" bei der Linken. Der Mann kann es wirklich niemandem Recht machen.
Mal im ernst Liebe Presse: Was wollt ihr denn eigentlich? ISt er jetzt Poppuist oder Langweilig? Beschwert euch doch liber über die Union...da laufen die richtig miesen Dinger. Wenn ihr da mal richtig recherchiert findet ihr auch was. Was mir auch lieb wäre, wär FDP,SPD und auch Grüne. Aber immer nur Linkspartei (wenn auch verkappt) schlecht machen is billig. Oder ist nicht etwa die Aussage des Artikels:" Ohne Oskar wäre der Laden sogar wählbar"?...SChreibt doch lieber son Ding über die SPD und sagt dann ohne Linksblinken und rechts Abbiegen ist dieser Laden vieleicht sogar wählbar.
Leserkommentare
11.02.2011 17:53 Uhr
von Harald Wenk:
Vielleicht kommt an mit Begriffen wie "Hausmacht" und "Heimspiel" dem Geschehen näher.
Solche Großveranstaltungen haben sowieso zuviel von der Entfremdung, die der philosphische Ausdruck für den Grundübelbackground ist.
Mit "small is beautiful" Parolen war dem auch nicht beizukommen.
Lafonatine wird wohl innerparteiliche Kämpfe nicht forcieren, da handelt es sich um eine schlechte
Reduktion von Komplexität ins unsägliche Personalisierungsschema.
Zeitdruck, Hetktik trotz TAZ Heimspiel?
11.02.2011 17:53 Uhr
von Axel:
Inhaltlich geht die taz leider nur am Rande auf den Wahlparteitag ein - und da gibt es ja eine ganze Menge Unterschiede zu CDU/SPD/Grüne/FDP insbesondere in der Dozial- und Friedenspolitik die unter journalistischer Sorgfaltspflicht erwähnswer wären.
Stattdessen konzentriert sich auch die taz auf Persönliches a la "umjubelter Gysi" und "entrückter Lafontaine" - unpolitische und inhaltslose Berichterstattung a la taz, die sich in den üblichen Mainstramberichterstattungssenf prima einfügt.
11.02.2011 17:53 Uhr
von Heiße Luft:
Angenommen, Oskar Lafontaine hätte zu Beginn des Parteitags der Linken eine die Delegierten mitreißende Rede gehalten. Das Echo wäre nach der Kritik am "Alleinherrscher" und "Egomanen" wohl in dieser Art ausgefallen: Ein Populist hat seine Partei fest im Griff. Nun hat aber der erste Vorsitzende der Linken keine mitreißende Rede gehalten, sondern eine furchtbar dröge, eine Art Fachvortrag der Forderungen seiner Partei. Kaum ein Wort zu den internen Querelen, viel Finanzpolitik, wenig Wahlkampf. Und so liest man am Tag danach von einem Parteichef "im Schongang", von "Langeweile" bei der Linken. Der Mann kann es wirklich niemandem Recht machen.
Mal im ernst Liebe Presse: Was wollt ihr denn eigentlich? ISt er jetzt Poppuist oder Langweilig? Beschwert euch doch liber über die Union...da laufen die richtig miesen Dinger. Wenn ihr da mal richtig recherchiert findet ihr auch was. Was mir auch lieb wäre, wär FDP,SPD und auch Grüne. Aber immer nur Linkspartei (wenn auch verkappt) schlecht machen is billig. Oder ist nicht etwa die Aussage des Artikels:" Ohne Oskar wäre der Laden sogar wählbar"?...SChreibt doch lieber son Ding über die SPD und sagt dann ohne Linksblinken und rechts Abbiegen ist dieser Laden vieleicht sogar wählbar.
22.06.2009 20:01 Uhr
von Harald Wenk:
Vielleicht kommt an mit Begriffen wie "Hausmacht" und "Heimspiel" dem Geschehen näher.
Solche Großveranstaltungen haben sowieso zuviel von der Entfremdung, die der philosphische Ausdruck für den Grundübelbackground ist.
Mit "small is beautiful" Parolen war dem auch nicht beizukommen.
Lafonatine wird wohl innerparteiliche Kämpfe nicht forcieren, da handelt es sich um eine schlechte
Reduktion von Komplexität ins unsägliche Personalisierungsschema.
Zeitdruck, Hetktik trotz TAZ Heimspiel?
22.06.2009 09:47 Uhr
von Helmut Ruch:
@Axel
"...unpolitische und inhaltslose Berichterstattung a la taz"
Wohl eher à la BILD! Die taz-Berichterstattung liegt voll im Trend der neoliberalen Kampfpresse gegen die LINKE. Die Strategie dahinter ist sehr einfach: man versucht, einen Keil zwischen Ost und West zu treiben, speziell zwischen Lafontaine und den Ost-"Realos" (oder auch "Reformern"). Die Überlegung dahinter: in der Ost-LINKEN gibt es einen gefühlten Karrierestau; unzählige Politkarrieristen möchten endlich in einer Koalition mit der SPD an die wirklichen Schalthebel der Macht, Lafontaine steht dem im Wege, also weg mit ihm! Und hat man Lafontaine erst mal erledigt, verliert die West-Linke erheblich an Bedeutung, die LINKE wird wieder zur ostdeutschen Regionalpartei.
Anscheinend geht diese Strategie im Moment aber nicht auf. Auf dem Parteitag jedenfalls war von Anti-Lafontainestimmung nicht viel zu sehen. Die wenigen Kronzeugen gegen Lafo, die sich vor die Medien stellten, geben nicht die Meinung der Partei wieder.
An einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der LINKEN hat die taz, genau so wie der Rest der neoliberalen Kampfpresse, kein Interesse. Diese Zeitung hat Schröder und Fischer die Treue gehalten und wird den Grünen auch in eine kommende schwarz-grüne Bundesregierung folgen. Vermutlich wird Reinecke dann schreiben: "Wir freuen uns auf spannende Zeiten!"
22.06.2009 08:02 Uhr
von Axel:
Inhaltlich geht die taz leider nur am Rande auf den Wahlparteitag ein - und da gibt es ja eine ganze Menge Unterschiede zu CDU/SPD/Grüne/FDP insbesondere in der Dozial- und Friedenspolitik die unter journalistischer Sorgfaltspflicht erwähnswer wären.
Stattdessen konzentriert sich auch die taz auf Persönliches a la "umjubelter Gysi" und "entrückter Lafontaine" - unpolitische und inhaltslose Berichterstattung a la taz, die sich in den üblichen Mainstramberichterstattungssenf prima einfügt.
21.06.2009 19:48 Uhr
von Heiße Luft:
Angenommen, Oskar Lafontaine hätte zu Beginn des Parteitags der Linken eine die Delegierten mitreißende Rede gehalten. Das Echo wäre nach der Kritik am "Alleinherrscher" und "Egomanen" wohl in dieser Art ausgefallen: Ein Populist hat seine Partei fest im Griff. Nun hat aber der erste Vorsitzende der Linken keine mitreißende Rede gehalten, sondern eine furchtbar dröge, eine Art Fachvortrag der Forderungen seiner Partei. Kaum ein Wort zu den internen Querelen, viel Finanzpolitik, wenig Wahlkampf. Und so liest man am Tag danach von einem Parteichef "im Schongang", von "Langeweile" bei der Linken. Der Mann kann es wirklich niemandem Recht machen.
Mal im ernst Liebe Presse: Was wollt ihr denn eigentlich? ISt er jetzt Poppuist oder Langweilig? Beschwert euch doch liber über die Union...da laufen die richtig miesen Dinger. Wenn ihr da mal richtig recherchiert findet ihr auch was. Was mir auch lieb wäre, wär FDP,SPD und auch Grüne. Aber immer nur Linkspartei (wenn auch verkappt) schlecht machen is billig. Oder ist nicht etwa die Aussage des Artikels:" Ohne Oskar wäre der Laden sogar wählbar"?...SChreibt doch lieber son Ding über die SPD und sagt dann ohne Linksblinken und rechts Abbiegen ist dieser Laden vieleicht sogar wählbar.