Das renommierte Studio Heller erarbeitet bis zum Herbst Vorschläge für die Ausgestaltung des Museums auf dem Kleinen Grasbrook. Betrieb vorerst auf Sparflamme.von Gernot Knödler
Das Studio Heller hat den Auftrag bekommen, einen weiteren Masterplan auszuarbeiten. Selbstverständlich wird diese Arbeit nicht im Ehrenamt ausgeführt. Sie wird vergütet werden müssen. Hierfür werden dann wieder finanzielle Mittel des Steuerzahlers verwendet werden. Eigentlich eine tolle Sache, wenn auch für Kultur noch Geld übrig ist. Schade nur, niemand diesen Masterplan braucht! Im Hafenmuseum arbeiten Menschen, teils ehrenamtlich, teils angestellt, die längst Ideen und Pläne für eine Weiterentwicklung dieses Museums ausgearbeitet haben. Und das sind Menschen, die den Hafen kennen! Sie sind es, die die Geschichte authentisch und mit Herz erzählen können, und durch jahrelange Erfahrung im Besucherbetrieb auch einschätzen können, was die Besucher sehen möchten (Ausnahmen gibts es natürlich immer - Gruß an die Bremerin vom 10.03. ;-) ). Ich denke, es ist nur ein weiteres Zeichen von Mißwirtschaft, ähnlich wie beim "Geldgrab" Elbphilharmonie, daß uns eindrucksvoll vor Augen führt, wie man große Summen verschwenden kann, um dann als Konsequenz leerer Kassen kleine Summen einzusparen, indem Museen geschlossen oder in den Öffnungszeiten beschränkt werden, bzw. Geld für Ausstellungen und Personal nicht mehr ausreichend zur Verfügung gestellt wird. Dieses Geld sollte lieber in den Etat der Museen fließen!
10.03.2010 17:09 Uhr
von Bremerin:
Was mich betrifft, diese Museum braucht kein Meisterplan. Ich sage sogar mehr - Menschheit braucht dieses Museum überhaupt nicht! Ich war dort: ziemlich chaotische Sammelsurium, dazwischen wandern paar von Marasmus gezeichnete, unfreundliche, ungebildete Opas, die Führungen machen. Aber viel erzählen können sie eigentlich nicht. Einen von diese „Senioren“ habe ich „live“ erlebt. Seine Führung war grottenschlecht! Primiv! Uninteressant! Und als „Krönung“ war noch eine Äußerung von diesem Herrn, dass ich nur als absolut nazistisch bezeichnen kann. Als ich nur denke, dass um so was zu hören, ich habe aus Bremen nach Hamburg gefahren, ich spüre nur eine - bittere Enttäuschung!
09.03.2010 22:31 Uhr
von Elbinsulaner:
Warum nicht das Museum der Arbeit schließen und als Hafenmuseum in den 50er Schuppen wiedereröffnen? Schließlich hat die Außenstelle das Mutterhaus schon lange an Attraktivität überholt.
Leserkommentare
15.05.2010 19:52 Uhr
von Dietmar:
Das Studio Heller hat den Auftrag bekommen, einen weiteren Masterplan auszuarbeiten. Selbstverständlich wird diese Arbeit nicht im Ehrenamt ausgeführt. Sie wird vergütet werden müssen. Hierfür werden dann wieder finanzielle Mittel des Steuerzahlers verwendet werden. Eigentlich eine tolle Sache, wenn auch für Kultur noch Geld übrig ist. Schade nur, niemand diesen Masterplan braucht! Im Hafenmuseum arbeiten Menschen, teils ehrenamtlich, teils angestellt, die längst Ideen und Pläne für eine Weiterentwicklung dieses Museums ausgearbeitet haben. Und das sind Menschen, die den Hafen kennen! Sie sind es, die die Geschichte authentisch und mit Herz erzählen können, und durch jahrelange Erfahrung im Besucherbetrieb auch einschätzen können, was die Besucher sehen möchten (Ausnahmen gibts es natürlich immer - Gruß an die Bremerin vom 10.03. ;-) ).
Ich denke, es ist nur ein weiteres Zeichen von Mißwirtschaft, ähnlich wie beim "Geldgrab" Elbphilharmonie, daß uns eindrucksvoll vor Augen führt, wie man große Summen verschwenden kann, um dann als Konsequenz leerer Kassen kleine Summen einzusparen, indem Museen geschlossen oder in den Öffnungszeiten beschränkt werden, bzw. Geld für Ausstellungen und Personal nicht mehr ausreichend zur Verfügung gestellt wird. Dieses Geld sollte lieber in den Etat der Museen fließen!
10.03.2010 17:09 Uhr
von Bremerin:
Was mich betrifft, diese Museum braucht kein Meisterplan. Ich sage sogar mehr - Menschheit braucht dieses Museum überhaupt nicht!
Ich war dort: ziemlich chaotische Sammelsurium, dazwischen wandern paar von Marasmus gezeichnete, unfreundliche, ungebildete Opas, die Führungen machen. Aber viel erzählen können sie eigentlich nicht. Einen von diese „Senioren“ habe ich „live“ erlebt. Seine Führung war grottenschlecht! Primiv! Uninteressant! Und als „Krönung“ war noch eine Äußerung von diesem Herrn, dass ich nur als absolut nazistisch bezeichnen kann. Als ich nur denke, dass um so was zu hören, ich habe aus Bremen nach Hamburg gefahren, ich spüre nur eine - bittere Enttäuschung!
09.03.2010 22:31 Uhr
von Elbinsulaner:
Warum nicht das Museum der Arbeit schließen und als Hafenmuseum in den 50er Schuppen wiedereröffnen? Schließlich hat die Außenstelle das Mutterhaus schon lange an Attraktivität überholt.