• 12.11.2008

Kreativer Protest

Schüler stürmen die Humboldt-Uni

Mehrere tausend SchülerInnen demonstrieren in Berlin gegen Bildungsnotstand, Lehrermangel und schlechte Ausstattung. Einige hundert wollen mal eine Uni von innen sehen - und randalieren im Foyer der HU. von Alke Wierth

  • 16.11.2008 14:11 Uhr

    von L.B.:

    Wenn man diesen Artikel, bzw. Aussagen der Demonstrationsteilnehmer liest, kann man den Ruf nach mehr Bildung gut verstehen! Dumme sind anscheinend nicht automatisch auch zufrieden.

  • 14.11.2008 20:56 Uhr

    von unglaublich:

    Geschichte wiederholt sich eben doch !!!!!

  • 14.11.2008 16:15 Uhr

    von Detva:

    Mich würde auch sehr interessieren, wo denn bitte der *kreative* Aspekt der Aktion zu finden ist. Die Schilder? Die Parolen? Die *destruktive* Ignoranz, die hier am Werk war, wiegen die wohl kaum auf.

  • 14.11.2008 13:03 Uhr

    von TessD:

    Die AktivistInnen dieser Schüler-Bewegung sollten darüber nachdenken, was in dieser ersten Protestaktion geschehn ist, um weitere Gewaltaktionen zu vermeiden. Sinnvolle Proteste sind nötig, nicht blinde Wut. Sicher wollten viele nicht, was an der Humboldt passiert ist, aber genügend waren dazu bereit, am falschen Ort zu randalieren. Fantasie und Verständnis lassen zu wünschen übrig. Mit mehr Fantasie kann man friedlich protestieren und mehr erreichen. Ich arbeite auch an der Humboldt und habe gedacht, dass diese Schüler wirklich so schnell wie möglich eine bessere Bildung brauchen. Wenn sie aber in Zukunft mehr junge Lehrer haben möchten, sollten sie nicht den Ort zerstören, wo sie ausgebildet werden. Wir leiden auch unter der Bildungsmisere.

  • 14.11.2008 01:02 Uhr

    von Robbi:

    "Kreativer Protest"? Wieso kreativ? Sie haben das gleiche gemacht, wie ihre Vorgänger 1938 - mit Parolen gegen Kapitalismus haben sie auf alles jüdische eingeschlagen, was sie erreichen konnten. Die deutsche Jugend.

  • 13.11.2008 14:32 Uhr

    von NancyW:

    Der Perspektiven-Workshop am Freitag findet NICHT in der Hellen Panke statt, sondern im Tristeza, Pannierstr. 5 (nahe U-Bahnhof Hermannplatz). Dort soll überlegt werden, wie es mit den Protesten weitergehen kann. -- Dies als Richtigstellung zum Artikel.

    Noch eine persönliche Anmerkung: Von der Demonstration gestern und aus Gesprächen heute habe ich den Eindruck, dass von den allermeisten Protestierenden die Beschädigung der Ausstellung zur Pogromnacht sehr bedauert wird (um es genaue zu sagen: von ausnahmslos allen, mit denen ich gesprochen habe). Ich würde mich freuen, wenn dieses Bedauern auch öffentlich gemacht wird. Und ich würde mich freuen, wenn dann eine hirnlose und miese Aktion von Einzelnen nicht den gesamten Protesten zugerechnet wird. Denn Protest bleibt weiter nötig.

  • 13.11.2008 14:08 Uhr

    von JosFritz:

    Die Zerstörungen sind doch der offensichtlichste Ausfluss der Bildungsmisere.

    Hier wird ein Mob herangezüchtet, auf den die Kategorien "links" oder "rechts" längst nicht mehr zutreffen.

    In diesem Zusammenhang von Kreativität zu sprechen, ist dummdreist.

  • 12.11.2008 21:59 Uhr

    von Moritz Deutschmann:

    Diese Überschrift ist wirklich das letzte! Was soll denn an diesem Protest bitte "kreativ" sein?! Hat da irgendjemand in der Redaktion darüber nachgedacht? Ich habe Verständnis für die schwierige Lage der Berliner Schulen (gerade an der HU geht es uns auch nicht besser), aber deswegen im Uni-Gebäude Feuer anzuzünden und eine Ausstellung zu zerstören, ist ja wohl schlicht und einfach Schwachsinn!

  • 12.11.2008 21:37 Uhr

    von Student_HU:

    Also "kreativer Protest", das ist doch wohl absurd, hunderte Demonstranten, die sich als "links" bezeichnen, haben heute Studierende, Mitarbeiter und Gäste der Uni angegriffen, versucht, ein Feuer zu legen, Bücher aus den Fenstern geworfen und Feuerlöscher ausgelöst und riesigen Sachschaden angerichtet, so daß die Uni gesperrt werden musste (ich hab da gerade gearbeitet). Was daran psoitiv oder nachvollziehbar sein soll - das war purer Hooliganismus von vermeintlich linken oder linksradikalen Jugendlichen, die Schüler, denen es vorrangig um die Bildungsmisere ging, standen in der Demo, sind nicht verrückt spielen gegangen. Auf einer wirtschaftswissenschaftlichen Tagung wurde ein als "Manager" bezeichneter Gast gezwungen, mit einem Schild zu posieren. Und das lässt nunmal Schlüsse nur in eine Richtung zu, die historische Parrallelität ist nicht nur hier zu erkennen, schließlich wurden seit der nazizeit nicht mehr Bücher am Rande des Platzes der Bücherverbrennung aus dem Fenster geworfen. Was sich heute ausgelebt hat, ist der reine Mob, das war pogromstimmung, selbst ich als linker Stura-Aktivist hatte Angst. Es ist traurig, wie hier darüber berichtet wird.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder