• 06.08.2009

Internet-Aktivisten gegen Amazon

Die digitale Befreiung

Langsam setzen sich die E-Books durch. Damit steigt aber auch die Überwachung des Lesers. Die Free Software Foundation protestiert dagegen und ruft zur digitalen Befreiung auf.von Ben Schwan

  • 11.08.2009 09:23 Uhr

    von der Don:

    Jetzt sieht man die Nachteile von dem System, aber nicht nur die Möglichkeit des löschens ist ein immenser Nachteil, sondern viel mehr die Möglichkeit die Bücher ohne Wissen der Benutzer durch veränderte Bücher zu ersetzen.
    Man stelle sich vor, in 10 Jahren hat keiner mehr originale und nur noch solche E-Reader. Geschichtsbücher, Lexika, etc. gibt es nur noch in digitaler Form. Da kann der Hersteller doch jederzeit kommen und bestimmte Fakten in den Büchern einfach ändern und kaum einer würde es merken! Und nach Jahrzenten würde es niemand mehr merken. Toll oder?
    Klingt nach Orwell, ist es auch.

  • 10.08.2009 13:05 Uhr

    von Zensurgegner:

    Mal abwarten, bis sich die E-Books stärker durchgesetzt haben. Dann kommen bestimmt Begehrlichkeiten aus der Regierung ("Der E-Book-Reader darf kein rechtsfreier Raum sein! Amazon muss alle Käufe eines jeden Nutzers für mindestens 50 Jahre speichern!"*). DRM ist daher kein "Rechtemanagement", sondern eher ein vorbereitender weiterer Schritt in Richtung völliger Überwachung jedes Menschen.

    *Ironie. Oder vielleicht doch nicht.

  • 10.08.2009 11:37 Uhr

    von MIchael Hafner:

    Das Nutzungserlebnis ist fragwuerdig, und so lang Rechtefragen auch nicht restlos geklaert sind, heissts fuer mich eher finger weg...

  • 07.08.2009 08:39 Uhr

    von Arne Babenhauserheide:

    Erstmal finde ich es toll, dass die Taz darüber berichtet!

    Nach den Erfahrungen mit dem iPod ("Wie, ich darf nicht an die Lieder, um nach dem Plattencrash meine Musik wiederzubekommen?") und jetzt dem Kindle sehe ich als einzige sichere Lösung nur Geräte, die komplett auf freier Software aufbauen, zusammen mit offenen Datenformaten ohne jegliche Art von DRM.

    Die Erfahrung mit Tauschbörsen zeigt deutlich, dass die Leute selbst dann kaufen, wenn sie das gleiche auch auf anderen Wegen erhalten können. Es sei denn derjenige, dem sie gerne Geld geben würden, bezeichnet sie als Verbrecher und versucht sie zu aufzuspüren und zu verklagen.

    Sobald es eine einfache Möglichkeit gibt, Kontrolle über andere zu gewinnen, wird sie genutzt werden. Das gilt für den nächsten Ebook-Reader genauso wie für Internetzensur und 1€ Jobs.

  • 07.08.2009 05:59 Uhr

    von vic:

    Nein Danke, ich bevorzuge reale Bücher.
    Was kommt noch? E-Food, E-Sex, E-Life complete?
    Und alles flat, versteht sich.

  • 06.08.2009 19:14 Uhr

    von Steffi:

    An Manuel:

    Ja und ja.

  • 06.08.2009 15:48 Uhr

    von E-Bookleser:

    Wer E-Books DRM-Frei auf dem Handy lesen will, dem sei die hervorragende Gratissoftware Tequila-Cat Bookreader empfohlen. Damit kann mensch auf den meisten gängigen Handytypen Bücher lesen, ohne Kindle und ohne DRM. Geht auf jedem Java-Handy (und das ist fast jedes).
    PDF besorgen, mittels Ghostsript und GSView unter Win oder pdf2text unter Linux in .txt umwandeln, dann mit TequilaCat ein Java-Book daraus machen und aufs Handy schicken. Nach ca einer Stunde hat man sich an das Format gewöhnt und der Mobile Lesespass kann losgehen. Und man kann auf halbwegs modernen Handies um die 500 Bücher mit sich rumtragen. Kindle? Amazon? Wofür?

  • 06.08.2009 15:08 Uhr

    von Sylke:

    Der Vorteil eines gedruckten Buches ist nicht nur, dass ich keine zusätzlichen Geräte brauche um es zu lesen (abgesehen von evtl. einer Brille). Jetzt kristallisiert sich noch ein weiterer raus: ein gedrucktes Buch, was sich physisch in meinem Bücherregal befindet kann mir keiner mehr wegnehmen, bei e-Books geht das schon (haben wir ja grad bei amazon gesehen).
    Schöne Bildbände und Bücher mit farbigen Grafiken o.ä. kann man auf so einem Ding eh nicht anschauen. Und wenn ich mal versehentlich Kaffee drüber ausschütten sollte, ist meine ganze bibliothek hinüber und nicht nur das eine Buch.

  • 06.08.2009 11:37 Uhr

    von Manuel:

    Kommt mir alles bekannt vor.
    Das haben wir doch mit Musik schon erlebt: Erst werden strenge DRM-Massnahmen erzwungen, dann aergern sich die Kunden, weil sie nicht wie bisher mit dem Medium umgehen duerfen (kann ich in Zukunft meine Buecher noch meine Freunde ausleihen oder schenken, geschweige von verkaufen?) oider es einfach nicht funktioniert, dann lenkt die Musikindustrie (bzw. dann die Verlage) ein und kehrt auf DRM-Freiheit zurueck (jetzt vertreiben fast alle DRM-freie MP3s - allerdings teilweise mit Wasserzeichen).

    Lernen die denn nichts? Oder ist es alles Strategie, nach dem Motto, erst soviel wie moeglich kassieren, dann sehen wir schon?

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