"Forbes"-Liste der Reichsten
Selfmademen aus dem Süden
In China und Indien gibt es mehr Milliardäre, der Anteil der US-Bürger unter den Super-Reichen ist hingegen gesunken. Viele, die in der Krise viel verloren hatten, sind jetzt wieder dabei.von Nicola Liebert
Leserkommentare
14.03.2010 15:04 Uhr
von asd:
mal ganz im ernst!
abgesehen von der durchaus berechtigten kritik in den kommentaren hier.
ist eigentlich hier kienem klar das diese liste völliger quatsch ist?!
man kann den "reichsten" man der welt nicht ermitteln.. dazu gibt es viel zu viele schwarzgeld konten/ schweizer bankkonten(oder jerseybankkonten oder andere steuerflucht länder), trustfonds und stille beteiligungen als das man alle vermögensverhältnisse aufdecken könnte!!es ist naiv zu glauben das ein bill gates jemals der reichste mann der welt war! zumal diese rankings (bzw. die verglichenen vermögen) auch immer von den börsenständen abhängig sind, also die realität sehr verzerrt darstellt.
das ist doch alles pure meinungsmache!
14.03.2010 10:51 Uhr
von Roland:
Vielleicht hätte man auch mal erwähnen können, wie diese edlen Menschen-freunde an Ihren unermesslichen Reichtum erreichten. Zum Beispiel durch Korruption und 'Nähe' zur Regierung, im Falle von 'Slim' und den russischen Öl-Mogulen auf jeden!
13.03.2010 14:45 Uhr
von rofl:
Na sowas - hat es die TAZ mit ihrem Rektaljournalismus doch glatt bis auf die Nachdenkseiten geschafft. Das lässt sich durch Kommentarlöschungen nu nich mehr so ohne weiteres bereinigen. Ups.
Das schöne daran is (mal wieder): Qualitätsjournalismus gibt bei engagierten Bloggern umsonst und bei Massenmedien wie euch ... gar nicht.
In diesem Sinne sehe ich einer weiter fortschreitenden Markbereinigung in froher Erwartung entgegen.
12.03.2010 19:04 Uhr
von Reiner Metzger:
@ Conni: Wo haben wir denn die Milliardäre bejubelt? Und schon immer haben Selfmade-Milliardäre Ihr Geld durch die Arbeit anderer erworben - wie denn sonst. Das, so meinten wir, braucht man nicht ausdrücklich zu schreiben. aber da haben wir offensichtlich falsch gelegen. sorry!
Reiner Metzger, taz chefredaktion
12.03.2010 16:57 Uhr
von Nordwind:
Selfmademen. So'n Blödsinn.
Da ist doch keiner dabei der nicht die von den Gesellschaften bereitgestellten und somit vom Bürger bezahlten Recourcen mit der Absicht persönlicher Bereicherung ausgebeutet hat.
Hätten sie das nicht, würden sie auch nur mit dem Handeln treiben was sie vom Erdboden aufklauben können.
Ich glaube hier ist die taz einmal mehr dem Omnipotenzwahn der selbsternannten Eliten aufgesessen. Berichterstattung geht auch mit deutlich mehr Realismus.
12.03.2010 13:59 Uhr
von Demokrat:
Ja, ich kann Conni nur beipflichten. Mit kritischer Berichterstattung hat das nicht mehr viel zu tun. Das grenzt doch eher an Hofberichterstattung. Bei dieser perversen Situation in unserer Welt, dass 1000 Menschen ein Kapital von 3,6 Billionen Dollar haben, ist eine linke Tageszeitung dazu verpflichtet, kritische Bemerkungen zu machen die zum Nachdenken anregen. Zum Beispiel, ob solch eine Vermögensakkumulation in den privaten Händen einiger (nicht demokratisch gewählter) Personen mit dem Konzept einer Demokratie - auf die wir ja alle ach so stolz sind - überhaupt vereinbar ist...
12.03.2010 08:54 Uhr
von Katev:
In Griechenland findet ein Generalstreik gegen eine asoziale und volkswirtschaftlich absurde Sparpolititk statt, der das ganze Land lahmlegt, aber das Wichtigste für die taz ist diese dumme Millardärs-Liste.
11.03.2010 18:59 Uhr
von Mac-Lennox:
Wie beruhigend, dass es den Milliardären weltweit wieder finanziell besser geht. Und dann spricht man immer noch von Krise. Da kann ich gleich viel ruhiger schlafen.
Wenn man in Mexiko telefoniert, Tortilla isst oder sich bloß eine Busfahrkarte kauft, klingelt es in der Kasse des feinen Herrn Slim Helu. Zudem finanziert er die beiden stärksten Parteien in erheblichem Maße. Insbesondere vor Wahlen. So kann es ihm egal sein, wer unter IHM regiert.
Doch die wichtigste Erkenntnis folgt ganz am Schluss des Artikels. Durch Privatisierungen werden nur wenige Menschen sehr reich, aber der übergroße Rest geht vollkommen leer aus. Oder leben etwa weniger Menschen auf der Erde in Hunger und Armut! Letztlich ist das der Kern des Neoliberalismus.
11.03.2010 18:18 Uhr
von Reinhold Schramm:
Die Modefarbe 'Rot' ist die Lieblingsfarbe der chinesischen Bourgeoisie und ihrer harmonischen Staats- und Parteiführung.
Laut "China Daily" verschwendeten im letzten Jahr (2009) reiche Chinesen 6,7 Milliarden Euro für Luxusgüter. Damit ist China weltweit bereits der zweitgrößte Konsument von Luxusgütern hinter Japan. Im Jahr 2009 kauften Chinas Superreiche 27,5 Prozent der weltweit verkauften Luxusgüter. Der boomende Luxusmarkt in China zeigt den Aufstieg einer neuen Generation von Reichen, erklärte Ouynag Kun der World Luxury Association. In China gibt es 825.000 Menschen mit einem Vermögen von jeweils mehr als 10 Millionen Yuan (aufwärts) und 51.000 Menschen mit jeweils mehr als 100 Millionen Yuan (mehr als jeweils 10 Millionen Euro, aufwärts), so "Hurun", eine Forschungsunternehmung "die während 11 Jahren Chinas Reiche und Schöne erforschte", heißt es bei der harmonie-staatlichen CIIC. In Beijing leben mehr als 142.000 Millionäre und Multimillionäre. Nicht wenige Millionäre sind auch in ihrer (noch) harmonischen antikommunistischen Regierungspartei.
Zur Realität der Einkommensverteilung 2008 in China: In der Stadt lag das "durchschnittliche" verfügbare (differenzierte) Pro-Kopf-Jahres-Einkommen bei ca. 1.717 Euro (für die große Mehrheit der ausgebeuteten LohnarbeiterInnen weit unter 143 Euro monatlich). Auf dem Land liegt das "durchschnittliche" verfügbare (differenzierte) Pro-Kopf-Jahres-Einkommen bei ca. 515 Euro (für die Mehrheit der Landbevölkerung weit unter 43 Euro pro Kopf monatlich). (45 % der chinesischen Bevölkerung lebt in den Stadtregionen, und 55 % lebt auf dem Land* [*ca. 732 Millionen Menschen auf dem Land]).
Nachtrag: Laut "chinanews.cn" / CIIC, am 31.03.2009: "300.000 Millionäre besitzen Nettoinvestitionsgelder von 8,8 Billionen Yuan" - "Ihre gesamten Nettoinvestitionsmittel belaufen sich auf 8,8 Billionen Yuan (900 Milliarden Euro)" - Auch die Früchte der Ausbeutung und Ausplünderung der Lohnarbeit, der werktätigen Frauen und Männer des chinesischen Volkes, durch die 'harmonischen' Bourgeoissozialisten!
11.03.2010 17:58 Uhr
von Conni:
"Während es sich bei den Altmilliardären dabei oft um Erben wie Susanne Klatten und Stefan Quandt (beide BMW) handelt, sind die Neureichen aus dem Süden mehrheitlich Selfmademen"
Bei allen Respekt, gerade bei den Neureichen aus dem Süden handelt es sich nicht um "selfmade", sondern ähnlich wie bei uns zur Zeit der Industrialisierung um 1870-1910 um Neureiche, die allein auf Ausbeutung und Massenelend ihren Wohlstand gestohlen haben.
Für mich als Linker seit ihr nicht mehr tragbar, für was steht ihr eigentlich, mir kommt es vor, ihr jubelt den Neureichen nur deswegen nach, weil ein paar Prozentpunkte weniger Amerikaner auf der Liste sind. Pfui !