• 07.02.2010

Datenschutz bei Street View

Google soll Bilder genehmigen lassen

Verbraucherministerin Ilse Aigner will Google dazu zwingen, sich alle Aufnahmen für das "Street View"-Projekt von den betroffenen Bürgern genehmigen zu lassen. Die Linke nennt die Idee unglaubwürdig.

  • 18.02.2010 22:14 Uhr

    von Peter Debik:

    Kennt Ihr schon time-o-rama.com? Da gibt es jetzt schon aus Deutschland zigtausende Fotos und sogar Soundaufnahmen. Der Clou ist, dass die Fotos nicht dem Betreiber gehören, sondern die Mitmacher selbst jeder für sich entscheidet, was sie aus ihrer Nachbarschaft ablichten und was nicht.

  • 17.02.2010 22:42 Uhr

    von Werner Köhler:

    Es ist selbstverständlich rechtens, irgendwo im öffentlichen Raum Gebäudefotos zu machen, egal ob als Tourist, als Fotograf oder als Konzern. Selbstverständlich darf man auch die Allianz-Arena fotografieren und sogar vermarkten, solange dies von öffentlichem Raum aus geschieht und das Allianz-Logo nicht das Hauptmotiv ist. Personen und Autokennzeichen dürfen auch bereits jetzt nicht veröffentlicht werden. Und in Gärten kann man heute schon reingucken, nämlich sogar von oben mit Google Maps, worüber sich nie jemand aufgeregt hat. Auch die Städte bieten Luftbildatlanten an. Selbstverständlich kann man damit auch einen Einbruch oder einen Atombombenangriff planen.

    Was wird aber zukünftig sein, wenn ich irgendwo Gebäude fotografiere und ins Web stelle? Wiewiele Fotos beinhalten Gebäude und wieviele davon stehen im Web? Was kommt dann? Abmahnung? Prozesse? Bürokratie? Einige Städte planen bereits eine Art Fotosteuer. Die angestrebten Regelungen laufen de facto auf ein öffentliches Fotografierverbot hinaus, und das hatten wir noch nicht einmal in der DDR! Wer schützt uns vor diesen Verbraucherschützern? Und warum kümmert sich Frau Aigner nicht um ELENA, Onlineüberwachung und kommunale Videokameras auf öffentlichen Plätzen?

  • 09.02.2010 16:42 Uhr

    von Gegenversuch:

    Ich schlage jedem Befürworter von Street-View folgendes vor.

    Machen Sie ein Bild vom Google Gebäude und stellen Sie dieses ins Internet. Am bessten legen Sie einen Link auf das Gebäude der kommerziell wirkt. Das Bild haben Sie ja dann auch aus dem öffentlichen Raum gemacht.

    Googel wird Ihnen die Nutzung vom Bild des Gebäude untersagen. So gut sollten wir alle Google kennen.

    Warum glaubt Google etwas machen zu dürfen was für alle anderen verboten ist.

  • 08.02.2010 22:40 Uhr

    von G-H-L:

    Also da wird etwas als "millionenfache Verletzung der Privatsphäre" angeprangert, was eigentlich jeder Mensch mit einer Augenhöhe von 2,5 m oder als Fahrer (Beifahrer) eines entsprechend hohen Autos auch sehen oder fotographieren kann.
    Nicht wenige Politiker fordern eine Ausweitung der Videoüberwachung. Aber wer achtet hier auf die sog. Privatsphäre etwaiger Anwohner?

    Was mich besonders ärgert: Bei Google Streetview will man, daß jeder Bürger vorher seine Einwilligung für die Fotos oder deren Veröffentlichung geben muß. Meine Adressdaten jedoch dürfen jederzeit und von jederman verschachert werden. Und das obwohl ich nie eine Einwilligung hierfür gegeben habe. Im Gegenteil will ich diesen Datenhandel verhindern muß ich dies explizit jedem Datenhändler einzeln untersagen.

  • 08.02.2010 10:34 Uhr

    von Es geht um was anderes:

    Google verdient mit dem Bild von meinem Eigentum Geld. Dieses ohne mich zu beteiligen bzw eine Genehmigung zu haben.

    Darum geht es und um sonst nichts! Man stelle sich vor einer von uns macht ein Bild von der Allianz Arena und macht daraus Geld, eine Abmahnung per Anwalt wäre ruck zuck im Briefkasten.

  • 08.02.2010 09:20 Uhr

    von clementine:

    Hier gibt es die Vorlage für den Widerspruch gegen google street view:

    http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/streetview-widerspruch-google-hat-geantwortet/

  • 08.02.2010 09:01 Uhr

    von Albrecht:

    Zur Vertiefung der Problematik empfehle ich:

    http://www.anwaltzertifikat.de/jportal/azo/navigation/Rechtsgebiete/IT-Recht.jsp?id=jazo-AZOIT00000510

  • 07.02.2010 13:58 Uhr

    von Thomas:

    Wie kommt man denn bitte vom Thema Google > Streetview > Urheberrecht zu Schäuble > Stasi > DDR ??? Gehts noch?! Kommentar ist hier fehl am Platz. Und nun zum Thema. Wenn die Gesichter usw verfremdet werden ist es doch vollkommen ok. Schließlich kann ich doch auch aus dem Fenster auf die Straße schauen und keiner stört sich daran!

  • 07.02.2010 12:21 Uhr

    von Fritz Teich:

    Die Linke kann nicht differenzieren. Vorratsdatenspeicherung durch den Staat und Photos sind doch wohl nicht ganz das gleiche. Aber das ist die Linie: "Der Zweck darf nicht schon wieder die Mittel heiligen", als ob die Zwecke von Schaeuble und Co die gleichen waeren als die der Stasi. Der Versuch des Dummenfangs, wenn nicht der Versuch, die Zwecke der DDR zu relativieren.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder