Auf Druck der Filmindustrie haben Schwedens Piraten mit „The Pirate Bay“ Schluss gemacht. Zu finden ist die Website nun bei zwei Schwesterparteien. von Reinhard Wolff
Streitpunkt soll sein: hier lässt jemand urheberrechtlich geschütztes Material verbreiten. Der Prozessausgang ist bekannt. Ein paar naive Jugendlich werden strafbar gemacht. Aber wo "hier" ist, "wer ... wem" was verbreitet und was das verbreitete "Material" dabei sein soll, bleibt im Dunkeln. Die "Piraten" thematisieren dies. Simplifizerung in komplexen Kontexten birgt die Gefahr von kollektiver Verdummung. "Den Bösen sind sie los, das Böse ist geblieben". Es geht um Anarchie und Kontrolle. Präziser: um deren Widerspruch. Löst den die Gesellschaft nicht, bleiben Konflikte nicht aus; und das geringste Problem dabei ist, ob ein Urheber sein Recht gegen unkontrollierte Verbreitung seines Werkes bekommt. Informationen sickern durch das Netz hindurch: das ist ein Faktum. Benutzer wollen das und Benutzer wollen das nicht.
28.02.2013 23:37 Uhr
von Lisa Schneider:
@ Fellini: Klasse Kommentar! Die Piraten-Pressemitteilung, pardon, der "Artikel", ist völlig einseitig. Als gäbe es ein Menschenrecht auf Diebstahl von anderer Leute Arbeit. Als wäre es eine Heldentat, Recht und Gesetz "zu entkommen". Hallo taz: Bitte aufwachen!
27.02.2013 09:48 Uhr
von Fellini:
Ist das jetzt eigentlich ein Artikel oder eine Pressemitteilung der Piratenpartei?
Leserkommentare
03.04.2013 00:00 Uhr
von OMKOM:
Streitpunkt soll sein: hier lässt jemand urheberrechtlich geschütztes Material verbreiten. Der Prozessausgang ist bekannt. Ein paar naive Jugendlich werden strafbar gemacht. Aber wo "hier" ist, "wer ... wem" was verbreitet und was das verbreitete "Material" dabei sein soll, bleibt im Dunkeln. Die "Piraten" thematisieren dies.
Simplifizerung in komplexen Kontexten birgt die Gefahr von kollektiver Verdummung. "Den Bösen sind sie los, das Böse ist geblieben". Es geht um Anarchie und Kontrolle. Präziser: um deren Widerspruch. Löst den die Gesellschaft nicht,
bleiben Konflikte nicht aus; und das geringste Problem dabei ist, ob ein Urheber sein Recht gegen unkontrollierte Verbreitung seines Werkes bekommt.
Informationen sickern durch das Netz hindurch: das ist ein Faktum. Benutzer wollen das und Benutzer wollen das nicht.
28.02.2013 23:37 Uhr
von Lisa Schneider:
@ Fellini: Klasse Kommentar! Die Piraten-Pressemitteilung, pardon, der "Artikel", ist völlig einseitig. Als gäbe es ein Menschenrecht auf Diebstahl von anderer Leute Arbeit. Als wäre es eine Heldentat, Recht und Gesetz "zu entkommen". Hallo taz: Bitte aufwachen!
27.02.2013 09:48 Uhr
von Fellini:
Ist das jetzt eigentlich ein Artikel oder eine Pressemitteilung der Piratenpartei?