• 07.12.2012

Treffen der Fernmeldeunion

Leibesvisitation für das Internet

Heimlich hat die UN-Fernmeldeunion einen Standard zur Durchsuchung von Daten im Netz verabschiedet. Die Details wurden durch eine Panne bekannt.von Torsten Kleinz

  • 09.12.2012 03:28 Uhr

    von hannah:

    Der von Torsten Kleinz aufgezeigte
    Artikel macht klar, wie stark supranationale Regierungen
    und Großkonzerne in Sachen demokratischer
    Moral versagen und ihre Legitimationen
    aus Machtgier, Anpassungsdruck und Profitgier zu verspielen
    drohen.
    Weder dürfen Großkonzerne den einmal
    erreichten technischen Standard wieder
    runterentwickeln und Menschen am Zugang
    zum Internet diskriminieren, noch
    dürfen Staaten und supranationale Institutionen
    die Bürgerrechte und Zugang zu Wissen
    diskriminieren.

  • 07.12.2012 18:57 Uhr

    von Demokratie-Troll:

    Viele der jüngeren Generation halten die Freiheit des Internets für den Normalfall und für ihr natürliches Recht. Das ist naiv und dumm. Nichts könnte falscher sein. Diese Art der Freiheit ist als Weltereignis in der Geschichte der Menschheit so ungewöhnlich und einmalig, wie ein Weltwunder, sie kam so überraschend, dass kein Utopist in der Lage war, sie sich vorher auszudenken. Dies ist auch schon des Rätsels Lösung, ihr Kommen wurde nicht erkannt. Hätte man es kommen sehen, hätten die Mächtigen es zu verhindern gewusst.
    Dass jeder kleine Arsch jetzt plötzlich unbeaufsichtigt und ungefiltert seine Daten in die Welt verbreiten und sich mit jedermann medial vernetzen kann, spricht jeglicher sorgsam gehegten Hierarchie Hohn, die davon lebt, dass der kleine Mann nicht zu sagen hat, sondern gefälligst den kompetenten Vorsagern zuhören soll, damit er weiß, wie er die Welt zu verstehen hat.
    Wenn etwas stets klar war, so dass Freiheit eine vorübergehende sein wird. Denn sie trifft der große Hass der Mächtigen, die überzeugt davon sind, dass eigentlich ihnen die Welt gehört. Und damit das wieder gesicherte Erkenntnis wird, werden sie alle Hebel in Bewegung setzen, diese Schlappe zu revidieren.
    Die Freiheit des Internets ist es durchaus wert, dafür zu sterben. Denn schlimmer als die Schmach des Unwissens und der Unmündigkeit ist der Verlust, seine Freiheit wieder herzugeben. Und eins ist gewiss, nämlich, dass wir in den Augen der Mächtigen sterblich sind.
    Nutze die Zeit die dir bleibt!

  • 07.12.2012 13:25 Uhr

    von Bachsau:

    Die IPv6-Erweiterungen sehen markierungen für QoS bereits vor. Bei Telefongesprächen macht das durchaus Sinn, ein Problem entsteht aber wenn andere Verbindungen darunter leiden. Aus diesem Grund halte ich die ganze Entwicklung, Telefongespräche nicht mehr über ein physikalisch getrenntes Netz abzuwickeln für falsch. Auch den Sicherheitsaspekt sollte man dabei nicht vernachlässigen, wenn mit einer Technik alle anderen Kommunikationsmöglichkeiten ausfallen.

    Unternehmen für Datenverkehr auf diese Weise zur Kasse zu bitten halte ich für falsch. Wenn überhaupt müsste man das über eine Netznutzungssteuer für Riesen wie Google und Facebook realisieren, nicht über QoS. Sonst haben Startups in Zukunft keine Chance mehr.

  • 07.12.2012 13:25 Uhr

    von Bachsau:

    Die IPv6-Erweiterungen sehen markierungen für QoS bereits vor. Bei Telefongesprächen macht das durchaus Sinn, ein Problem entsteht aber wenn andere Verbindungen darunter leiden. Aus diesem Grund halte ich die ganze Entwicklung, Telefongespräche nicht mehr über ein physikalisch getrenntes Netz abzuwickeln für falsch. Auch den Sicherheitsaspekt sollte man dabei nicht vernachlässigen, wenn mit einer Technik alle anderen Kommunikationsmöglichkeiten ausfallen.

    Unternehmen für Datenverkehr auf diese Weise zur Kasse zu bitten halte ich für falsch. Wenn überhaupt müsste man das über eine Netznutzungssteuer für Riesen wie Google und Facebook realisieren, nicht über QoS. Sonst haben Startups in Zukunft keine Chance mehr.

  • 07.12.2012 12:54 Uhr

    von rächt schreib:

    muss ich mir wohl eingebildet haben dass da grad noch deteils stand...
    wär ja auch peinlich.

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