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was für eine woche„Dem KI-Chatbot geheime Gedanken anvertrauen? Das freut auch Werbefirmen“

Svenja Bergt

Früher war es der Verlauf im Browser, der tiefste Einblicke in die Gedankenwelt von Nut­zer:in­nen erlaubte, oder die Suchhistorie bei Google. Pff, müssen sich da die Hersteller von KI-Chatbots denken, wie oberflächlich. Und tatsächlich, ChatGPT, Gemini, Claude oder DeepSeek vertrauen die Nutzenden so ziemlich alles an: von Gesundheitsfragen über Kontoauszüge für Hilfe bei der Steuererklärung bis zum eigenen Bild für den Stylingcheck.

Svenja Bergt

ist Redakteurin im Ressort Wirtschaft und Umwelt.

Wie gut, dass die Unternehmen hinter den Bots vertrauenswürdig mit den Daten umgehen. Oder? Nun, eine Studie der spanischen Rechercheorganisation IMDEA Networks Institute zeigt, dass gängige KI-Chatbots diverse Daten an Dritte, an Tracking- und Werbefirmen, weitergeben – bis hin zu ganzen Chatverläufen ihrer Nutzer:innen. Teilweise samt dauerhaften Benutzer:innenkennungen, sodass selbst ein möglicher Rest Anonymität dahin ist. Denn diese Kennungen können eine Identifizierung auch über mehrere Plattformen hinweg ermöglichen.

Die Studie ist zwar noch ein ungeprüftes Preprint. Anlass dafür, vor dem Tippen erst mal innezuhalten, könnte sie trotzdem sein – und für die Aufsichtsbehörden, hier mal genauer hinzuschauen.