• 11.6.2012

was fehlt ...

... Nationalstolz

Natürlich ist die Ausflaggung von Schiffen ein Problem. Unter anderem die laxeren arbeitsrechtlichen Bestimmungen in anderen Ländern sind Gründe für die Registerwechsel. Dass das letzte Kreuzfahrtschiff unter deutscher Flagge, ausgerechnet die „MS Deutschland“, nun den Weg aller Seefahrt geht, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Das Traumschiff wird wohl fahren, hoffentlich noch lange und sicher, der maritime Koordinator der Bundesregierung appeliert derweil an die Reederei, ihrer Verantwortung dem Standort Deutschland gegenüber gerecht zu werden: „Dies gilt in besonderem Maße für den Eigentümer des Schiffes, das den Namen dieses Landes trägt und das 'Deutsche Schiff' bei den Olympischen Spielen in London sein wird“. Die Reederei versichert, dass die Crew nicht ausgetauscht werde und der Charakter des Traumschiffes erhalten bleibe. Einer Namensänderung in „MS Malta“ dürfte doch aber nichts im Wege stehen, vielleicht mag sich ja die Bundesregierung gleich einschiffen und die Kabinettssitzung demnächst im Salon „Valletta“ abhalten. (taz/dpa)