wahrheitklub in leipzig: tätowieren gegen den krieg :
Die folgende Mitteilung des Wahrheitklub-Vorstands darf nur von Vollmitgliedern gelesen werden. Nichtmitgliedern ist es strengstens untersagt, den Textinhalt zur Kenntnis zu nehmen.
Wie in jedem Jahr war die öffentliche Vorstandssitzung des Wahrheitklubs in Leipzig am vergangenen Samstag ein voller Erfolg. Mit den Worten „Das erste Opfer des Krieges ist der Prosecco“ eröffnete Exekutivvorstand Michael Ringel die Sitzung, und die Zigarren wurden entzündet. Die zahlreich versammelten Wahrheitklub-Mitglieder stellten sich diszipliniert in eine Warteschlange, um sich vom Vorstandsvorsitzenden ©Tom ein Friedenszeichen auf die bloße Haut tätowieren zu lassen. Besonders beliebt waren tätowierte Fingerknöchel, wie sie Robert Mitchum als mordender Wanderprediger im Film „The Night of the Hunter“ (1955) trägt: auf der linken Hand „L – O – V – E“ und auf der rechten … – nein, nicht „Hate“, sondern „H – A – S – E“. Der rege Gedankenaustausch mit den Vollmitgliedern stand im Zeichen des Wahrheitklub-Mottos: „ridentem dicere verum.“