taz🐾lage: Filmreife Panter-Leistung gegen Studio Babelsberg
Selbst die stolzesten Serien gehen irgendwann zu Ende. Das wird auch die übermütige Zweitliga-Spitzenreiterin Hertha bald erleben. Jetzt hat es den taz Panter FC erwischt. Siebenmal hintereinander hatten es die Zeitungskicker*innen zuletzt hinbekommen, ihrem Ruf als altruistisches Kanonenfutter in der Medienliga Berlin-Brandenburg gerecht zu werden, sichere Siege zu verschenken, am Ende stets die Gegner zu beglücken und statt schnöder Punkte schöne Komplimente einzuheimsen. Siebenmal hörten die Panter: „Echt stark, Leute. Überraschend knapp! Blöd für euch gelaufen, sorry, danke!“
Auch am Montag gegen Studio Babelsberg, seines Zeichens größtes Filmstudio Europas und Schwergewicht der Zweiten Medienliga, schien alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Mehrere Panter vergaben routiniert mehrere Großchancen. Ein von tazzwei-Granate Leon „Füllkrug“ Holly fulminant gedroschener Ball knallte von der Hand des Kino-Torwarts an die Latte. Doch das reichte nicht, um die achte Niederlage festzuzurren, weil auch Babelsberg wundersamerweise nicht ins Tor traf. Alle wurden spürbar nervös. Nun musste ein typischer Fehler her.
Und da war er schon: Als ein Panter aus Versehen den Ball wegtrat, entschied der Schiedsrichter auf Zeitspiel, Zeitstrafe, Unterzahl! Doch auch die letzten drei Minuten gingen torlos vorüber, Schlusspfiff, 0:0! In Worten: null zu null!
Damit steht schon vor dem letzten Spieltag fest: Mindestens Vorletzter! Wie konnte das passieren? Dafür gibt es nur eine Erklärung: Der Panter-Torwart hatte vergessen, seinen Ehering auszuziehen. Manchmal liegt das Glück im Handschuh. (lkw)
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