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taz🐾lagePrakti-Zeugnis für die taz

Bevor mein Praktikum endet, möchte ich meinem Arbeitgeber ein Zeugnis ausstellen.

Atmosphäre: Ungefähr so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Die ­Re­dak­teu­r*in­nen kommen im ­Wollpulli, im Bremen-Trikot, im ­Fridays-for-Future-Shirt oder in Marx-Merch zur Arbeit. An den Wänden kleben linke Sticker und Bilder von Antifa-Demos, alle duzen sich und behandeln auch Praktis meistens nicht überheblich. Es gibt sogar einen Hund im Büro und ­dauernd bringt irgendwer Kuchen mit (nicht nur die Praktis). Note: 1–

Kulinarisches Angebot: Mir wurde am ersten Tag gesagt, die taz-Kantine sei der Grund, dass hier viele noch arbeiten. Kann ich verstehen. Das Essen ist so lecker, dass meine Freun­d*in­nen von der dpa, der Zeit und dem Spiegel mich oft zum Mittagessen besuchen kommen. Abzug gibt es bloß für die gekochte Karotte im Brot, die mir als „Hotdog“ verkauft wurde. Note: 2

Das Haus: Architekturfans haben behauptet, das taz-Haus sei schön. Mir gefällt’s nicht, aber immerhin ist das Nachbargrundstück süß begrünt. Note: 5

Merch: Die taz hat sehr tolle ­Taschen, Badehandtücher, Feuerzeuge und vor allem Taziletten! Ich wünsche mir noch taz-Bettwäsche, Grinder und Campingstühle. Note: 2+

Technik: Die Geräte der taz sind ungefähr auf dem technischen Niveau einer deutschen Behörde, nur das Fax funktioniert nicht immer. Vor Kurzem habe ich dann herausgefunden, dass man den Computer in unter zwei Minuten ankriegt, wenn man fest genug auf die Tastatur hämmert (kein Witz). Note: 5–

Fazit: Ich erteile der taz eine Gymnasialempfehlung. Wenn ich eine gute Note geben soll, will ich erst eine Festanstellung. Gustav Cattapan

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen