im auge behalten:
Der Umgang der katholischen Kirche mit sexueller Gewalt gegen Minderjährige stößt auf Skepsis bei der Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. Ende September hatte die Bischofskonferenz in Fulda eine Studie zu sexuellen Übergriffen auf Jugendliche in den eigenen Reihen veröffentlicht. Die über 3.600 Fälle trugen sich zwischen 1946 und 2014 zu, 1.670 Kleriker sind der Taten beschuldigt. Die Bischöfe kündigten eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene und Verbesserungen bei den Entschädigungen an. Die Pläne seien vage, den Betroffenen „wird erneut viel Geduld abverlangt“, kritisierte jetzt die Bundeskommission. Unklar sei auch, wie diejenigen ermittelt werden, die Täter geschützt haben. (epd)
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