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herzensortTief unten wartet der Fluss

Korsika wird „Île de Beauté“ genannt, Insel der Schönheit. Und es stimmt: Das Meer mit seinen vielen Blautönen, die feinsandigen Strände, die bewaldeten Berge, die schroffen Klippen, all das ist wunderschön. Nur hätten wir vielleicht nicht unbedingt im Juli hinfahren sollen. Schon am Vormittag wurde es so warm, dass wir uns nur mühsam durch die Macchia schleppten, so heißt das Gebüsch, das große Teile der Insel bedeckt. Bleibt man halt im Schatten und liest, könnte man denken. Aber leider ist das mit dem Denken in der Hitze auch nicht so leicht.

Umso herrlicher war es im Asco-Tal zwischen hohen Bergen im Inselinneren. Wir kraxelten zwischen Bäumen den Hang hinunter, mit jedem Meter wurde es kühler. Ganz unten sucht sich der Fluss zwischen größeren und kleineren Felsen seinen Weg. Wir badeten im glasklaren eisigen Wasser, sprangen von Felsen in natürliche Becken, lagerten im Schatten auf glatten, hellgrauen Steinen.

Als wir wieder aus dem Tal auftauchten, war die größte Hitze vorbei. Die lauen korsischen Sommerabende, die hätte ich nicht missen wollen. Antje Lang-Lendorff

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