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Archiv-Artikel

flick-ausstellung in berlin: scheinschlange bezahlt aus steuergeldern

Das Drumherum ist inzwischen wichtiger als die Kunst selbst. Über die Warteschlange vor der gerade erst beendeten MoMA-Ausstellung in Berlin wurde mehr berichtet als über die Kunstwerke. Heute Abend nun wird in Berlin eine neue Ausstellung eröffnet, die so genannte Flick-Collection. Doch die Flick-Collection hat erhebliche Probleme nicht nur mit dem Drumherum: Die ausgestellten Werke bilden einen eher langweiligen Kanon des Mittelmaßes, außerdem schreckt die Kritik im Vorfeld Besucher ab. Wer will schon den Nazi-Profiteur und Steuerflüchtling Friedrich Christian Flick unterstützen? Ursprünglich aber sollte die Schlange vor dem Hamburger Bahnhof, wo die Kunstwerke gezeigt werden, die MoMA-Schlange noch übertreffen. Deshalb hat Friedrich Christian Flick beim Berliner Studentenservice „Heinzelmännchen“ nun 700 Wartekräfte für eine Werbeschlange bestellt. Der Clou: Der Erbe vom Stamme Nimm lässt sich diese Scheinschlange aus Steuergeldern bezahlen, wie es heißt. Würde es nicht den armen Studenten nützen, müsste man daraus den Skandal machen, der es tatsächlich ist.