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die anderen

Die liberale dänische Tageszeitung Politiken meint zur Debatte über den sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Priester: Die pädophilen Priester spiegeln das grundlegende Problem der katholischen Kirche wider, geeignete Personen für dieses Amt zu finden. Die Zahl der Interessenten sinkt, sodass die Kirche zur Aufnahme weniger geeigneter Kandidaten gezwungen wird. Das schafft den Nährboden für die derzeitige Krise. Ohne jeden Zweifel ist das Zölibat einer der Gründe dafür. Die Forderung nach Enthaltsamkeit war vielleicht im Mittelalter vernünftig, als sie die Kirche davor schützte, feudal zu werden. In unseren Tagen aber nimmt sie nicht nur werdenden Priestern die Lust. Zölibat steht nicht in der Bibel und kann deshalb durch kirchliche Entscheidung geändert werden.

Zu den Wahlen in Ungarn schreiben die Dresdner Neuesten Nachrichten: Auf Wahlsieger Medgyessy wartet nun die große Aufgabe, das Land wieder zu versöhnen. Die knappe Mehrheit verlangt eine starke Koalitionsdisziplin. Das gespannte Verhältnis Ungarns zu den Nachbarländern Slowakei, Rumänien und der Ukraine wird sich unter Medgyessy wieder normalisieren. Auch im Hinblick auf die EU-Osterweiterung ist der ehemalige Bankier ein kompetenter Partner.

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