die anderen über das zweite deutsche konjunkturpaket :
Financial Times Deutschland: Die geplanten 50 Milliarden Euro gegen die Rezession werden nicht so effektiv eingesetzt, wie es möglich wäre. Ein bisschen weniger Steuern hier, eine kleine Rolle rückwärts bei den Kassenbeiträgen da – von keiner einzelnen Maßnahme geht eine große psychologische Wirkung aus. Auf diese kommt es aber an. Eine Entlastung der Bürger stützt die Konjunktur nur, wenn die sich tatsächlich entlastet fühlen.
Kieler Nachrichten: SPD und Union stehen in der großen Gefahr, heute in einem gigantischen Kuhhandel ein Paket zu schnüren, das vor allem auf ihre Wiederwahl schielt und die dramatischen Folgekosten dabei völlig außer Acht lässt.
Stuttgarter Zeitung: Besser als ein Sammelsurium von Milliardengeschenken wäre es, die Maßnahmen zu konzentrieren: auf gezielte Investitionen und steuerliche Impulse, welche auf dem Lohnzettel überhaupt wahrnehmbar sind. Ansonsten wäre das Geld verpulvert. Wenn die Koalition sich verzettelt, wird Deutschland aus dieser Krise nicht gestärkt hervorgehen.
Neue Osnabrücker Zeitung: Sparsam auf den Euro zu schauen ist das Gebot der Stunde. Konjunkturpolitik auf Pump ist riskant. Damit nicht noch höhere Schuldenberge hinterlassen werden, muss zumindest ein Tilgungsplan mitbeschlossen werden.